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28.5.–
2.6.2020

Kinoliebe & Aufbruch: Neue Festivalanimation

Kinoliebe & Aufbruch: Neue Festivalanimation

Die große Liebe zum Kino und die gleichzeitige Neugier auf neue Spielformen wohnen dem Festival in seinen Grundzügen inne. Diese Charakteristika prägen nun auch die neue Festivalanimation des deutschen Künstlers Robert Seidel und des österreichischen Musikers Christof Kurzmann.

Die kurze Sequenz, die aufgrund des neuen grafischen Auftritts nötig wurde und vor jedem Filmprogramm von Vienna Shorts gleichsam als „Kennmelodie“ zu sehen und hören sein wird, verneigt sich vor dem klassischen Kino und der Avantgarde ebenso wie vor den zahllosen Ausdrucksvarianten und der langen Geschichte der kurzen filmischen Form.

In der abstrakten visuellen Sequenz von Seidel, der auch schon für die vorherige Festivalanimation verantwortlich zeichnete, entstehen mittels geometrischer Faltungen komplexe Strukturen, die direkt dem Herzen des Films entspringen und flackernd eine Brücke zur analogen Filmprojektion schlagen.

Kurzmann kontrastiert das avantgardistische Formenspiel auf der Tonebene mit einer komprimierten Collage jener Geräuscheffekte, die auf die Kinogeschichte sowie die Bandbreite der Kurzfilmkunst verweisen – von großen Emotionen und Katzenschnurren bis hin zu Zigarette und Huhn. Letztere gehören zu einem guten Film, sagte einst Regisseur Gustav Deutsch, der Kurzmann hier inspirierte.

Da es keine leichte Aufgabe war, das Festival in kürzester Zeit vom Analogen ins Digitale zu transferieren, ist das Team mit der neuen „Signation“ umso glücklicher. Wir lieben das Kino und das kollektive Erlebnis, freuen uns jetzt aber auch schon auf das Abenteuer im Online-Universum – dieses hybride Gefühl zwischen Cinephilie und Aufbruch bringt die Sequenz wunderbar zum Ausdruck.

http://robertseidel.com
http://vimeo.com/robertseidel
https://www.facebook.com/Chris...

News8.5.2020