28.5.–
2.6.2020

Fiction & Documentary: Wiener Kurzfilmpreis für „Sun Dog“

Fiction & Documentary: Wiener Kurzfilmpreis für „Sun Dog“

Der Wiener Kurzfilmpreis im internationalen Wettbewerb Fiction & Documentary (FIDO) ging an den Fantasyfilm „Sun Dog“ von Dorian Jespers (BE). Den Preis der Jury erhielt die Brasilianerin Ana Vaz für ihr dokumentarisches Projekt „Apiyemiyekî?“ (Warum?). Als beste Regisseurin wurde die Französin Manon Coubia für „Marée“ („Tide“) ausgezeichnet.

Der Hauptpreis des internationalen Wettbewerbs für Kurzspiel- und Dokumentarfilme ist von der Stadt Wien mit 4.000 Euro dotiert. Dorian Jespers hatte mit seiner in der russischen Stadt Murmansk angesiedelten Fieberfantasie bereits in Rotterdam gewonnen und ist mit der Auszeichnung in Wien nun auch für die Oscars qualifiziert.

Ebenfalls für die Oscars qualifiziert ist Ana Vaz, die für ihre Doku über das brutale Vorgehen der brasilianischen Militärdiktatur gegen die indigenen Waimiri-Atroari in den 1970er Jahren mit einer einmonatigen Residency in Wien sowie 1.050 Euro prämiert wurde. Eine lobende Erwähnung ging an Mahdi Fleifels „3 Logical Exits“.

Wettbewerbsübergreifend wurde der Preis für die beste weibliche Regie vergeben. Die Elfi-Dassanowsky-Stiftung zu Ehren der österreichischen Filmpionierin zeichnete die Französin Manon Coubia für ihr fantastisches Bergabenteuer „Marée“ („Tide“) als beste Regisseurin des Festivals aus. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Die Jury von Fiction & Documentary setzte sich aus dem Locarno-Programmer Tizian Büchi (CH), der Filmemacherin Juanita Onzaga (CO/MX/BE) und der Berliner Produzentin Zsuzsanna Király (AT) zusammen. Ihre Nominierung für den Elfi-Dassanowsky-Preis – eine von insgesamt drei Nominierungen – wurde von Robert Dassanowsky schließlich zur Gewinnerin gekürt.

Alle Begründungen der Jury finden sich hier. Wir bedanken uns herzlich bei den Preisstifter*innen: der Stadt Wien, dem MuseumsQuartier und Q21 sowie der Elfi Dassanowsky Foundation.

News3.6.2020