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VIS Vienna Shorts: Neue Geschäftsführerin für das Filmfestival

Langjährige Filmgalerie 8½ -Geschäftsführerin und espressofilm-Gründerin Doris Bauer übernimmt ab sofort die kaufmännische Leitung von Benjamin Gruber

Das internationale Kurzfilmfestival VIS Vienna Shorts freut sich sehr, die neue kaufmännische Leitung ab der Saison 2018/19 bekanntgeben zu dürfen: Doris Bauer, langjährige Geschäftsführerin der Delikatessen-Videothek Filmgalerie 8½ und Mitgründerin sowie Leiterin des Freiluftkinos espressofilm, hat mit September die Agenden des bisherigen Geschäftsführers Benjamin Gruber übernommen, der das Festival nach acht Jahren verlässt.

Der Vorstand hat die Bestellung bereits im August vorgenommen, nun wurde die Entscheidung auch in der Generalversammlung präsentiert und sehr positiv aufgenommen. Doris Bauer, die dem Festival seit vielen Jahren eng verbunden ist und seit 2011 als Programmleiterin des internationalen Wettbewerbs „Fiction & Documentary“ fungiert, übernahm bereits im Frühjahr interimistisch einige Agenden der Geschäftsführung und wird VIS künftig gemeinsam mit Daniel Ebner leiten. Ebner ist seit 2010 für die künstlerischen Belange des Festivals verantwortlich.

Weiterentwicklung nach Konsolidierung

Nach Jahren der organisatorischen Professionalisierung und finanziellen Konsolidierung tritt Bauer mit dem Ziel an, sowohl das formale Konzept als auch die Durchschlagskraft des Festivals weiterzuentwickeln. „Ein Filmfestival muss heute aufmerksam und neugierig sein, teils streitbar und widerständig, mit deutlichem Profil und klarer Haltung“, so die neue Geschäftsführerin. „VIS Vienna Shorts soll daher zeitgenössisches Kino am Puls der Zeit präsentieren und sich verstärkt als kulturelles Ereignis und internationales Aushängeschild der Stadt Wien positionieren.“

Die studierte Politologin, die als Mitgründerin und Sprecherin des Advocacy-Verbands „Forum österreichischer Filmfestivals“ bereits eng mit Ebner gearbeitet hat, dankt insbesondere auch Benjamin Gruber für seine hervorragende Arbeit der vergangenen Jahre. Gruber hatte die Geschäftsführung von 2012 bis 2018 inne und in dieser Zeit nicht nur die organisatorischen Abläufe neu geordnet, sondern auch faire Beschäftigungsverhältnisse für alle MitarbeiterInnen eingeführt sowie den Umsatz des Festivals verdreifacht. „Ich möchte mich beim Festival und dem Team für die tolle Zeit bedanken“, so Gruber. „Es waren sehr spannende, aufregende, ereignisreiche und unschätzbar lehrreiche Jahre, in denen wir viel geschafft haben.“

Kunstpreis, Oscar® und EU-Förderung

VIS Vienna Shorts hat sich in der Tat einen sehr guten Ruf erarbeitet: Das Festival für Kurzfilm, Animation & Musikvideo erhielt 2014 den Bank Austria Kunstpreis für sein internationales Engagement im Dienste des heimischen Filmschaffens und wurde 2016 von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences als eines von nur wenigen europäischen Festivals zum qualifizierenden Festival für die Oscars® erkoren. Im gleichen Jahr wurde VIS ins europäische MEDIA-Programm aufgenommen und wird seither auch von der EU unterstützt.

„Die Latte liegt auf jeden Fall hoch“, so Ebner, der den Abgang von Gruber bedauert und ihm im Namen des Teams für die Zukunft nur das Beste wünscht. Gleichzeitig freut sich der Künstlerische Leiter bereits sehr auf die Zusammenarbeit mit Bauer: „Die Welt und das Kino sind in Bewegung geraten: Die Produktionslandschaft hat sich vervielfacht, das Sehen von Filmen hat sich verändert, das Leben ist schneller, die Stadt diverser geworden“, so Ebner. „Gerade diese Entwicklungen gilt es mit einem Festival wie VIS aufzugreifen, um überraschende, politische und denkwürdige Filmerlebnisse zu ermöglichen.“

VIS Vienna Shorts wird 2019 zum 16. Mal stattfinden. Die Einreichperiode für die nächste Festivalausgabe startet in knapp drei Wochen. Das Festival erhält jährlich mehr als 4.000 Kurzfilme aus aller Welt zugesandt und lockt in der Festivalwoche rund 10.000 BesucherInnen und über 500 Akkreditierte aus aller Welt an.