Internationaler Wettbewerb

Heightened Awareness Fiction & Documentary

  • , METRO Kinokulturhaus 81 min
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Fünf Filme, die die Grenze zwischen Fremdsein und Zugehörigkeit verschwimmen lassen: Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen des russischen Arbeitsmarkts und tauchen ein in die bunte Welt einer chinesischen Migrantin in Miami. Wir beobachten zwei Frauen in Athen, die sich am Ende eines ereignisreichen Tages auch ohne Worte sehr nahe gekommen sind. Wir folgen einem Flüchtling in Deutschland, der in seiner Heimat wegen seiner Homosexualität nicht mehr sicher war, und sehen in Spanien im Porträt einer Tochter über ihren Vater die Krise einer ganzen Nation repräsentiert. (mm)

In Anwesenheit von Alina Kotova, Vladena Sandu, Alexander Starikov (Eight Images from the Life of Nastya Sokolova)

Восемь картин из жизни Насти Соколовой

Eight Images from the Life of Nastya Sokolova

RU 2017 29 min 32 sec Österreich-Premiere Regie Vladlena Sandu Alina Kotova

2016 gab es 1,5 Millionen UniversitätsabsolventInnen in Russland. 30 % davon sind arbeitslos, die anderen sind überwiegend in Jobs tätig, für die sie überqualifiziert sind. Nastya Sokolova ist eine von ihnen. In acht ausgefeilten Tableaus stellen Alina Kotova und Vladlena Sandu den beruflichen Werdegang ihrer jungen Protagonistin vor, die u.a. als Sekretärin, Buchhalterin für ein Bordell und hinter den Kulissen einer russischen Talkshow arbeitete. (mm)

Drehbuch Alina Kotova, Vladlena Sandu Produktion Alexander Starikov, Andrei Silvestrov, Tikhon Pendyurin Schnitt Vladlena Sandu, Alina Kotova, Ksenia Skardova Kamera Anna Rozhetskaya DarstellerInnen/Mitwirkende Anastasia Sokolova Ton Anton Kuryshev

Восемь картин из жизни Насти Соколовой

Agua Viva

US 2018 06 min 48 sec Österreich-Premiere Regie Alexa Lim Haas

Frühmorgens öffnet eine chinesische Frau ihren Schönheitssalon in Miami. Zwischen Maniküre, Pediküre und Intimenthaarung schweifen ihr Gedanken, sichtlich gealtert und einsam stellt sie sich die Frage: Wie bin ich nur hier gelandet? Mit resonanten Strichzeichnungen und viel Emotion verfolgen wir in Agua Viva einen Tag im Leben der Migrantin, die ihre Heimat verlassen hat, um sich selbst zu finden, und dabei verlernt hat, ihre Gefühle auszudrücken. (mm)

Drehbuch Alexa Lim Haas Produktion Taylor Shung, Ben Cohen, Brett Potter Schnitt Eric K Yue DarstellerInnen/Mitwirkende Mengda Zhang Ton Joel Hernandez Animation Alexa Lim Haas

Agua Viva Best Animated Short - SXSW – South by Southwest

APIA

ARIA

FR CY 2017 13 min 35 sec Österreich-Premiere Regie Myrsini Aristidou

Aria arbeitet in einem Schnellimbiss, Bestellungen aufnehmen und Gemüse schneiden sind ihr Alltag. Der einzige Lichtblick für die junge Frau sind die Fahrstunden mit ihrem Vater. Der hat jedoch andere Pläne und lässt eine asiatische Migrantin, die weder Griechisch noch Englisch spricht, in der Obhut seiner 17-jährigen Tochter. Am Ende eines ereignisreichen Tages sind sich zwei Fremde näher gekommen, ohne wirklich miteinander gesprochen zu haben. (mm)

Drehbuch Myrsini Aristidou Produktion Myrsini Aristidou, Robin Robles Schnitt Myrsini Aristidou, Alexandre Donot Kamera Federico Martin Cesca DarstellerInnen/Mitwirkende Chrysa Platsatoura, Yiannis Stankoglou, Audrey Giacomini, Takis Spyridakis Ton Vangelis Zelkas, Xavier Thieulin, Clément Badin

APIA

The world is round so that nobody can hide in the corners – Part I: Refuge

DE 2017 13 min 24 sec Österreich-Premiere Regie Leandro Goddinho

Endstation Hauptbahnhof, egal welcher: Ein junger Mann musste seine Heimat verlassen, weil er sich verliebt hat. Eine Liebe, die nicht sein durfte, weil sie einem anderen Mann galt. In diesem empathischen, aber nicht emotionalisierenden Porträt erinnert er sich zurück an seinen Partner und reflektiert, umgeben von den abgewrackten Teilen eines verlassenen Vergnügungsparks, seine gefährliche Reise und seine ersten Eindrücke in Deutschland. (mm)

Drehbuch Leandro Goddinho Produktion Leandro Goddinho Schnitt Lucas Milhomem Kamera Lucas Milhomem Ton Nico Fanari

The world is round so that nobody can hide in the corners – Part I: Refuge

Los Desheredados

The Disinherited

ES 2017 18 min 38 sec Österreich-Premiere Regie Laura Ferrés

Das Unternehmen von Pere Ferrés steht vor dem Konkurs, die Garage mit den modernen Bussen wird immer leerer. Seine einzigen KlientInnen sind betrunkene Bachelor-Gruppen, die seine Fahrzeuge im Rausch zerstören. In der Liebe sieht es auch nicht rosig aus, sogar die Mutter macht sich schon Sorgen. Ein Porträt über die Krise eines einzelnen Kämpfers und zugleich einer ganzen Nation, die von steigender Arbeitslosigkeit und Ratlosigkeit gekennzeichnet ist. (mm)

Drehbuch Laura Ferrés Produktion Valérie Delpierre Schnitt Diana Toucedo Kamera Agnès Piqué Corbera DarstellerInnen/Mitwirkende Pere Ferrés, Mari Álvarez, Pedro Olivares, Ignasi Martínez Ton Alejandro Castillo

Los Desheredados Best Short Film - Cannes Semaine de la Critique, Best Short Film - Curtas Vila do Conde, Best Documentary - Goya