Screensessions

I Would Prefer Not To Österreichischer Musikvideowettbewerb

  • , METRO Kinokulturhaus 65 min

Die österreichische Musikszene floriert gewaltig, was seit einigen Jahren auch die veröffentlichten Musikvideos bezeugen, deren Kreativität trotz kleiner Budgets keine Grenzen gesetzt sind. Große Namen und QualitätsgarantInnen finden wir unter den 15 Videos ebenso wie vielversprechende Newcomer und Insider-Tipps. Das Tempo der Songs wechselt so rasant wie die visuellen Ausdrucksmittel der Filmschaffenden, die für die Auswahl der Clips verantwortlich sind. Ob am Strand, in den Bergen oder im Weltall: Die ProtagonistInnen des österreichischen Musikvideowettbewerbs machen immer eine gute Figur!

In Anwesenheit aller Filmschaffenden. 

In Kooperation mit Poolinale Music Film Festival Vienna

Gretchen am Spinnrade – Franz Schubert

Gretchen at the Spinning Wheel

AT 2015 07 min Österreich-Premiere Regie Magdalena Chmielewska

Was ist Einbildung und was ist Realität? Magdalena Chmielewskas traumartige Darstellungen des Schönen machen die Unterscheidung nahezu unmöglich. Der Videoclip zu Franz Schuberts Gretchen am Spinnrade spiegelt Gretchens Spinnen und Sinnen in ihrer Liebe zu Faust wider. Ihre Liebe ist ein ständiges Hin und Her zwischen purer Leidenschaft und panischer Verzweiflung, zwischen Verlangsamung und Beschleunigung – das Prinzip, auf das sich Schuberts Meisterwerk stützt.

Drehbuch Magdalena Chmielewska Produktion Clara Maria Bacher, Michal Honnens Schnitt Magdalena Chmielewska Kamera Chris Rudz DarstellerInnen/Mitwirkende Stephanie Cumming, Nico Ehrenteit, Marta Kaczorowska, Denis Susljik, Janna Rottmann, Caroline Jestaedt Ton Ulrich Wagner Animation Lukas Kampichler

Gretchen am Spinnrade – Franz Schubert

MeTube 2: August sings Carmina Burana

AT 2016 05 min Österreich-Premiere Regie Daniel Moshel

Im Umkreis der Bayerischen Staatsoper interpretiert August Schram für ein bisschen Kleingeld das wahrscheinlich mächtigste Klagelied unserer Geschichte – Carmina Burana. Wie es Fortuna will, filmt zufällig ein Tourist das Geschehen mit seiner Kamera mit. Die Rollen werden getauscht, bekannte Gesichter performen in neuen Kostümen und neue Gesichter in bekannten Kostümen, bis das surreale Spektakel abrupt zu einem Ende kommt, als die InitiatorInnen abgeholt werden.

Drehbuch Daniel Moshel Schnitt Christin Gottscheber Kamera Arturo Delano Smith DarstellerInnen/Mitwirkende August Schram, Elfriede Wunsch, Raul Bartosch, Felipe Jimenezand Ton Philip Preuss

MeTube 2: August sings Carmina Burana

Movement 1 (Love as Passion) – A Thousand Fuegos

AT 2016 Kein Dialog/Liedtext 03 min 47 sec Welt-Premiere Regie Matthias Peyker Christoph Schwarz

Das neue Album von A Thousand Fuegos ist ein Musikstück als Ganzes, die erste Single Movement 1 (Love as Passion) ein Ausschnitt des Werks. Aus Ausschnitten und kleineren Einheiten besteht auch das dazugehörige Musikvideo. Räumlich abgeschlossen durch Zimmer und Leinwand erschließen sich immer weitere Kleinebenen aus gestapelten Bildschirmen, Shutterstock-Images sowie Bild- und Textzitaten. Es darf frei assoziiert werden zu melancholisch hoffnungsvollen Synthie-Klängen.

Movement 1 (Love as Passion) – A Thousand Fuegos

Little Lies – We Walk Walls

AT 2015 Kein Dialog/Liedtext 03 min 53 sec Regie Fabian Schmidmair

Eine schöne Unbekannte durchreist stilsicher und in Slow Motion eine postapokalyptische Welt zu Pferd. Die Menschen, denen sie begegnet, reagieren mit faszinierten Blicken auf die Fremde. Durch eine patriarchalische Gruppe von aggressiven Autoliebhabern findet sie sich schließlich in einer Verfolgungsjagd durch die düstere, schwarz-weiße Landschaft wieder.

Drehbuch Fabian Schmidmair, Benedikt Missmann, Silvio Lenglachner Produktion Benedikt Missmann Schnitt Benedikt Missmann Kamera Benedikt Missmann DarstellerInnen/Mitwirkende Gina Adamu, Marie Noel N`twa, Celina Dollberger, Pferd romy, Patrick Preuner, Nikita Jeske, Alois Schmidmair, David Krichbaum Ton Wohnzimmer Records Animation Fabian Schmidmair

Little Lies – We Walk Walls

Bird Away – Bernhard Eder

DE AT 2015 Kein Dialog/Liedtext 05 min 07 sec Regie Denis Mähne Nina Reble

Abseits von Normen und Geschlechterrollen legt Bernhard Eder seine alten Hüllen ab und gibt sich eine neue kostümierte Identität. Eine Federboa wird dabei zum Symbol der Hoffnung auf eine neue, schönere Welt. Das auf Super-8 gefilmte Video reflektiert die Emotionen des Songs Bird Away auf eindrucksvolle und behutsame Art und Weise und lässt uns teilhaben an der Veränderung der Musik und des Charakters inmitten von dynamischen Licht- und Schattenspielen.

Schnitt Denis Mähne Kamera Nina Reble Ton Bernhard Eder

Bird Away – Bernhard Eder

Hunter Limits – Hearts Hearts

AT 2015 Kein Dialog/Liedtext 04 min 39 sec Welt-Premiere Regie Eyup Kus

Die Hearts Hearts besingen in Hunter Limits die Sehnsucht nach Wörtern aus Stahl, die uns aus der Unsicherheit unserer Gefühle befreien sollen. Die Bildlichkeit der Lyrics greift Eyup Kus auf und führt sie uns als tatsächliche Bilder vor Augen. Die Wörter werden zum Raum, den es zu erfahren gilt, und gemeinsam mit einer jungen Frau begeben wir uns mit langsamen Bewegungen auf die Suche nach Definitionen.

Drehbuch Eyup Kus Schnitt Eyup Kus, Hearts Hearts Kamera Eyup Kus DarstellerInnen/Mitwirkende Luzia Oppermann Ton Hearts Hearts

Hunter Limits – Hearts Hearts

Einfamilienhaus – Attwenger

Single-family house

AT 2015 Kein Dialog/Liedtext 00 min 30 sec Welt-Premiere Regie Ulrike Swoboda-Ostermann

In nur 30 Sekunden wird der Grundgedanke hinter dem Einfamilienhaus kritisch und zugleich humorvoll hinterfragt. Auf musikalischer Ebene sorgen Attwenger dafür, dass wir uns an Dörfer und Vororte in Österreich erinnern. Ich bin, weil ich gebaut habe. Das Einfamilienhaus: Ein Paradebeispiel des Scheiterns kurzsichtig angelegten Strebens nach Individualität. Hier versuchen sich die Einen gegenüber Anderen zu entwerfen.

Produktion Ulrike Swoboda-Ostermann Animation Ulrike Swoboda-Ostermann

Einfamilienhaus – Attwenger Best Musicvideo - One Day Animation Festival

Tête de Pastèque – KIDS N CATS

AT 2016 Kein Dialog/Liedtext 03 min 31 sec Welt-Premiere Regie Andreas Rosenthal

Ein bunter Planet aus Monstern, Tieren, endlosen Urwäldern und Kindern. Hier finden alle einen Platz zwischen Liebesspielen und Essgelagen, denn das Leben ist eine einzige Party. Denkt man. Ein einsamer Watermelon Man wird von den Planeten-BewohnerInnen einfach nicht akzeptiert, dabei würde er – von außen betrachtet – so schön dazu passen. Weil er vielleicht einfach zu schön ist, wird er schließlich von den Einheimischen einverleibt.

Schnitt Andreas Rosenthal Animation Andreas Rosenthal

Tête de Pastèque – KIDS N CATS

I care a little less about everything now – Schmieds Puls

AT 2015 Kein Dialog/Liedtext 06 min 08 sec Welt-Premiere Regie Barbara Zerlauth

Barbara Zerlauth entschleunigt die Bilder im Video bis zum Punkt, an dem jedes Bild für einen kurzen wahrnehmbaren Moment alleine steht. Es sind stimmungsvolle, sich langsam bewegende Stillleben. Die reduzierte und sanfte Musik von Schmieds Puls konzentriert sich wie das Video auf das Wesentliche, die Kombination lässt uns innehalten und bringt uns auf intensive und hypnotische Weise die dargestellte Resignation nahe, bis wir sie selbst spüren.

Drehbuch Barbara Zerlauth, Carlos Barreto Nespoli Schnitt Barbara Zerlauth Kamera Benjamin Skalet DarstellerInnen/Mitwirkende Mira Lu Kovacs, Jimmy

I care a little less about everything now – Schmieds Puls

Ca Ca Caravan – Fijuka

AT 2015 05 min 32 sec Regie Marie-Thérèse Zumtobel Anselm Hartmann

Die beiden furchtlosen Heldinnen Caty Cosmos and Judy Jupiter sind auf der Mission, die Weiten des Weltalls von allem Bösen zu befreien. Dabei sind sie nicht allein, Marie-Thérèse Zumtobel und Anselm Hartmann stellen ihnen ein Team zur Verfügung, von dem man selbst in Star Trek nur träumen kann. Im 60er-Jahre-Retro-Look stellen sich die Kämpferinnen furchterregenden Monstern. Dazu erklingt in Fijkua-Manier ein Synthie-Popsong vom Feinsten. Wir sind gespannt auf die nächste Folge.

Produktion Anselm Hartmann Schnitt Roland Stöttinger Kamera Marie-Thérèse Zumtobel, Anselm Hartmann

Ca Ca Caravan – Fijuka

Zentrale – Viech

AT 2015 Kein Dialog/Liedtext 04 min 07 sec Regie Arne von Nostitz-Rieneck

Was war zuerst da, die Henne oder das Ei? Die Frage aller Fragen wollen Viech und Arne von Nostitz-Rieneck mit Zentrale beantworten – und dazu betreiben sie einiges an Aufwand. Gemüse tanzt eine kaleidoskopische Choreografie, ein Huhn entleert sich und die Band spielt im Wasser. Zusammen mit dem teils skurrilen Text dürfen wir frei assoziieren und haben Freude dabei, ein buntes Musikvideo etwas abseits des Gewohnten zu sehen.

Drehbuch Arne von Nostitz-Rieneck Produktion Gerfried Guggi Schnitt Arne von Nostitz-Rieneck Kamera Gerfried Guggi DarstellerInnen/Mitwirkende Paul Plut, David Reiterer, Stephan Paulitsch, Christoph Lederhilger Animation Lisa Schmölzer, Florian Grünberger, Dina El Heliebi

Zentrale – Viech

FAKDAD – The Mints of Idaho

AT 2015 Kein Dialog/Liedtext 04 min 39 sec Welt-Premiere Regie Sophie Hundbiss Tanah Freitag

In seinem vorzeigbaren Apartment macht sich ein junger Mann salonfähig und hüllt sich in Pelz. Mit Gefühlen zwischen Ekel und Lust beobachten wir ihn, wie er sich selbstverliebt seinem Körper widmet. Ganz in seinem Selbstdarstellungdrang aufgehend, finden wir ihn schließlich tanzend in einer Unterführung wieder, vor wenig Publikum und trotz Blase am Fuß. Auskennen tut sich auch laut Song niemand so richtig – und die kleine ZuschauerInnenansammlung löst sich wieder auf.

Drehbuch Sophie Hundbiss, Tanah Freitag Schnitt Frank Rottmann, Sophie Hundbiss, Tanah Freitag Kamera Frank Rottmann DarstellerInnen/Mitwirkende Kaan Necati Özemek Ton Moritz Nahold

FAKDAD – The Mints of Idaho

Something Good – Mount

AT 2015 Kein Dialog/Liedtext 03 min 18 sec Welt-Premiere Regie Doron Nadav

Mit perfekt schwebenden Bildern verfolgen wir einen alten Mann, der auf seiner Bergwanderung Pflanzen an Orten einsetzt, die wahrscheinlich nicht zu deren natürlichem Lebensraum zählen. Zu den treibenden Elektrobeats von MOUNT und Nicolas Haelg erklimmen wir mit dem Mann die Berge und finden uns ohne Anstrengung in so eindrucksvollen Aufnahmen der Landschaft wieder, dass man in der Vorstellung sofort selbst den nächsten Berg besteigen könnte.

Produktion Mateusz Szmalec Schnitt Konrad Milan Kamera Konrad Milan

Something Good – Mount

GOD OF GHOSTS/Nu Renegade – Zebra Katz x Leila

AT 2015 Kein Dialog/Liedtext 04 min Österreich-Premiere Regie Florian Pochlatko

Mit der unerwarteten Kollaboration zwischen Florian Pochlatko und Zebra Katz mit Leila ist ein intensives und außergewöhnliches Video entstanden. In drei Teilen werden werden wir tiefer und tiefer in den Bann gezogen von unheimlichen Szenarien und düsterem Hip-Hop. Zebra Katz als unheilvoller Missionar und der Tänzer Ernesto Edivaldo erliegen immer mehr ihrer Ekstase und treiben damit das beklemmende Gefühl auf die Spitze. (Im Screening wird nur Teil 3 gezeigt.)

Drehbuch Florian Pochlatko Schnitt Florian Pochlatko Kamera Serafin Spitzer, Anselm Hartmann Ton Zebra Katz, Leila

GOD OF GHOSTS/Nu Renegade – Zebra Katz x Leila

See The World – Ogris Debris

AT 2015 Kein Dialog/Liedtext 03 min 53 sec Welt-Premiere Regie LWZ

Inspiriert von Old-School-Shooter-Games und dem niemals enden wollenden Scrollen über Neuigkeiten fliegen wir in der Vogelperspektive von einer animierten Welt in die andere. Kritisch, aber ohne erhobenen Finger setzt sich das Video damit auseinander, wie wir unsere Realität durch die Medienfilter und Alltagsroutine bei der Masse an Informationen wahrnehmen. Zur Musik von Ogris Debris finden wir uns wieder in einem Perpetuum mobile aus konsumistischen Details.

Produktion Martin Lorenz Animation LWZ

See The World – Ogris Debris