VIS-Filme im Oscar-Rennen machen Furore

Drei VIS-Filme wurden vor wenigen Wochen ins Oscar-Rennen geschickt - und die mit den Jury Awards prämierten Werke sorgen aktuell für Furore: Am meisten Aufmerksamkeit wird dabei David OReillys animiertem Film “Everything” zuteil, der als erstes Computerspiel bei den Academy Awards landen könnte.

Als "einen weiteren Beleg dafür, dass wir in seltsamen Zeiten leben", sieht das Popkulturmagazin Juice die Qualifikation von Everything (US/IR) des in Los Angeles lebenden Künstlers David OReilly für die Kategorie "Animated Short Film". Die Zeitschrift führt aus, dass der aus Szenen des gleichnamigen Videospiels bestehende Animationsfilm die gesamte Filmindustrie drastisch verändern könnte. Das Magazin Vice sowie zahlreiche Game-Seiten wie A.V. Club sind daraufhin auf die Nachricht aufgesprungen, sodass schließlich auch Nachrichtenportale wie CBC News in Toronto die Sensation meldeten.

Aber nicht nur OReilly hat in den vergangenen Wochen für Aufsehen gesorgt: Patrick Bresnans The Rabbit Hunt (US), der beim Festival mit zwei Hauptpreisen ausgezeichnet wurde und für die Kategorie "Documentary Short Subject" qualifiziert ist, erhielt nach der Uraufführung bei der Berlinale inzwischen zahlreiche Festivaleinladungen und allein in den vergangenen Wochen insgesamt bereits zehn Auszeichnungen, etwa beim renommierten Sheffield Doc Fest und beim Florida Film Festival.

Der portugiesische Regisseur Gabriel Abrantes wiederum gilt aktuell als einer der umtriebigsten und ausgelassensten Filmemacher, der in den vergangenen Jahren regelmäßig mit seinen Arbeiten auf den größten Festivals zu Gast ist. Das Mini-Biopic The History of Princess X, das sich mit dem Jury Award bei VIS für die Kategorie "Live Action Short Film" qualifizierte, lief u.a. in Toronto, Vila do Conde und Locarno, bevor es bei VIS ins Oscar-Rennen geschickt wurde. Wir drücken allen drei Filmschaffenden die Daumen!