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VENTIL gewinnt Österreichischen Musikvideopreis

Die Band VENTIL um Peter Kutin und Florian Kindlinger hat mit “Bulletproof” am Samstag den Österreichischen Musikvideopreis 2017 gewonnen. Kutin und Kindlinger verschmelzen musikalisch Einflüsse von Techno, Industrial und Avantgarde und generieren das Ton- und Bildmaterial ihres jüngsten Videos aus der Zerstörung einer Panzerglasscheibe.

Zum besten internationalen Musikvideo wurde "Territory" von The Blaze gekürt. Auch hier zeichnen die Musiker Guillaume und Jonathan Alric selbst für das Video verantwortlich.

Die Jury, bestehend aus dem polnischen Festivalleiter Krzysztof Sienkiewicz, der Popkultur-Journalistin Amira Ben Saoud und Vorjahrespreisträger Florian Pochlatko, hob bei "Bulletproof" hervor, dass es "die Grenzen der eigenen Form sprengt". Das Video rege zum Nachdenken an und verwende eine kinematografische Sprache in experimenteller Form, die die BetrachterInnen tiefer und tiefer in einen Strom von Emotionen hineinziehe. Der Österreichische Musikvideopreis ist von der FAMA (Film & Music Austria) mit 1.000 Euro dotiert.

Der internationale Musikvideopreis, vom Museumsquartier/Q21 mit einer einmonatigen Residency in Wien dotiert, wiederum geht laut Jury an ein Video, das "es schafft, die Hoffnungslosigkeit, die Freude und die überwältigende Komplexität der conditio humana in nur fünf Minuten darzustellen".

Für den Film mit dem absurdesten Humor wurde zudem bereits am Freitag der begehrte Prix très chic pour le film le plus extraordinaire vergeben: Die erste Trophäe von VIS 2017 durfte der Animationskünstler Alexander Gratzer (AT) für "Im Wohnzimmer" mit nach Hause nehmen. Das Publikum, das per Applausometer entschied, gratulierte mit Jubel und Gesängen. Gratzer hatte das Programm mit der reduzierten Schwarz-Weiß-Animation eröffnet und - außer Konkurrenz - mit einem Überraschungsfilm auch beendet.

Die Preis der weiteren Wettbewerbe werden am Dienstag vergeben.