Österreichische Musikvideos 2015

Bereits zum dritten Mal vergibt VIS Vienna Independent Shorts in Kooperation mit dem Musikfilmfestival Poolinale und mica – music austria den Österreichischen Musikvideopreis. Heute wurden die 15 nominierten Videos bekanntgegeben.

Auf der Shortlist befinden sich neben Lokalheld Dorian Concept über die Publikumslieblinge Wanda oder Elektro Guzzi auch aufstrebende Newcomer wie Kids N’ Cats. Im nunmehr zum dritten Mal stattfindenden österreichischen Musikvideowettbewerb gibt es einiges an guter Musik zu hören - und die ausgewählten Videos übertreffen sich selbst an Ideenreichtum. Vom gemeinen Hausflur aus werden wir mitsamt Emoticons und einigen bunten Hintern zurück in die dystopische Retrozukunft gebeamt - und das nicht nur auf der Bild-, sondern natürlich auch auf der Tonebene. Auf beiden passiert hierzulande gerade so einiges, weswegen die Kür des besten österreichischen Musikvideos der internationalen Jury wohl nicht ganz leicht fallen wird. 

Aus mehr als 100 eingereichten Arbeiten und ergänzend ausgewählten Musikvideos zeigen die nun ausgewählten 15 Videos einen konzentrierten Überblick über die immens große Fülle an Musik-Clips, die jedes Jahr ihren Weg auf Websites wie YouTube oder Vimeo finden, und bilden den Rahmen für die oft vernachlässigte Wahrnehmung der audiovisuellen Miniaturen als Kunstform. 

Das Musikvideo lebt!

Die Zeiten, in denen Musikvideos primär als Werbemittel für einen Song gesehen wurden, sind längst vorbei, was sich am freien und experimentierfreudigen Umgang mit dem Medium zeigt. Trotz schrumpfender Budgets und dem Wegfallen des (Musik-)Fernsehens erleben die Clips vor allem im Internet eine Renaissance und können durch die Verbreitung auf sozialen Netzwerken flächendeckende Hypes auslösen und ein immer größer werdendes Publikum lukrieren.

Preisverleihung am 30.Mai

Der Österreichische Musikvideopreis wird bei VIS Vienna Independent Shorts am 30. Mai im Rahmen der Screensessions im Metro Kinokulturhaus verliehen.

Bisherige Preisträger des Österreichischen Musikvideopreis waren Daniel Moshel für August Schrams Interpretation der "Habanera (MeTube)"(2013) sowie Antonin Pevny für Bilderbuchs millionenfach geklickten Überhit "Maschin" (2014).

Die Nominierten 2015 im Überblick:

Eyup Kus für The Haxan Cloak: "The Cloak"
David Kleinl für Ankathie Koi: "Kate, It's Hunting Season"
Bernhard Kaufmann für Olympique: "No Estate To Remind"
Stephanie Winter für August Schram & Austrian Apparel: "Tristés Deserts - A Robots Tale"
Gerhard Senz für Dorian Concept: "Draft Culture"
Clemens Purner für Friedrich Liechtenstein: "Das Badeschloss" (out of competition)
Jessica Hausner für Attwenger: "Oida"
Herwig Weiser für Philipp Quehenberger: "Uff Uff"
Nikolaus Jantsch für Thalija: "Track 15"
Karin Hammer und Klemens Hufnagl für Elektro Guzzi: "Acid Camouflage"
Daliah Spiegel für Kids N’ Cats: "Tip Tip"
Thomas Christian Eichtinger & Daniel Prochaska für The Beth Edges: "Lonesome Rider"
Sebastian Mayr für Gudrun von Laxenburg: "Revolution"
Florian Senekowitsch für Wanda: "Auseinandergehen ist schwer"
Peter Paul Aufreiter für EOAE: "Yayo"

Der mit 1.000 Euro dotierte Preis wird vom Fachverband der Film- und Musikindustrie gestiftet. Weitere Kooperationspartner sind die Gesellschaft zur Förderung Österreichischer Musik (GFÖM), mica - music Austria, das SAE Institute Wien sowie das Musikfilmfestival Poolinale (16.-19.04.2015).