© Bloed Kruipt (Laras Reinstar)

Vorwort

Als eine „wilde Mischung aus Kinokunst und Partyrausch“ umschrieb das profil das Festival, das vor 15 Jahren als Studierenden­initiative begann und sich seither zu einem international angesehenen Festival für die kurze filmische Form entwickelt hat. Mit den Anfangsjahren ist VIS heute sowohl organisatorisch als auch inhaltlich nicht mehr zu vergleichen – einzig der Anspruch, außergewöhnliches Kurzfilmkino in Österreich sichtbar zu machen und besonderes Augenmerk auf neue Formate und gesellschaftspolitische Themen zu legen, ist noch zentral.

Ein halbrundes Jubiläum ist immer auch eine gute Gelegenheit Danke zu sagen – einerseits den PartnerInnen und SponsorInnen, die uns teils schon seit vielen Jahren begleiten, andererseits unseren Filmschaffenden und dem Publikum, die sich jährlich mit Neugier aufeinander einlassen. Ein großer Dank gebührt letztlich aber auch all jenen, die in den vergangenen 15 Jahren unter prekären Bedingungen, aber immer mit Leidenschaft und hohem persönlichem Einsatz zum Gelingen dieses Festivals beigetragen haben.

Die 15. Ausgabe verspricht denn auch eine besondere zu werden und würdigt zwei weitere Jubiläen: 50 Jahre nach 1968 erinnert der Fokus We Need To Disagree an die Wichtigkeit der politischen Auseinandersetzung. Und 100 Jahre nach der Republiksgründung untersucht die Ausstellung shaping democracy das Selbstverständnis des Landes. Insgesamt werden rund 300 aktuelle und historische Arbeiten unter 30 Minuten beim Festival zu sehen sein. Jeder einzelne davon ist es wert gesehen zu werden. Wer würde da widersprechen wollen? (Daniel Ebner)