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25.5.–
30.5.2022

Mission Statement

Wir verstehen das Leben und das Kino (in all seinen Erscheinungsformen) als untrennbar miteinander verbunden – als ein Ergebnis von Zeit, Erfahrung und Haltung, das es stets zu hinterfragen und zu zelebrieren gilt, und im Bewusstsein der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft, die es nicht zu vergessen und zu formen gilt.

Dieser inhärent politische und ästhetische Blick versteht die Filmkunst als empathischen und utopischen Spiegel der Gesellschaft und die Welt als abenteuerlichen und bisweilen chaotischen Ort, den wir selbstbewusst gestalten wollen – entsprechend eigenwillig und nicht an einem Massengeschmack orientiert positioniert sich das Festival.

Das Leben und seine Abbildungen verändern sich laufend: Die Filmproduktion ist umfangreicher, das Sehen von Filmen ist vielfältiger, die Welt ist schneller und diverser geworden. Gerade solche Entwicklungen gilt es als Festival aufzunehmen – nicht um etwaigen Trends nachzuhecheln, sondern um eine prononcierte Haltung einzunehmen.

Ein Festival muss in unseren Augen aufmerksam und neugierig sein, profiliert und unbestechlich in seiner Auswahl, streitbar und widerständig in seinen Positionen, ohne die Provokation oder die Intervention zum schlichten Selbstzweck verkommen zu lassen.

Die Organisation eines Festivals erfordert Hingabe. Kontinuierlich, konsequent, konstant. Und sie fordert Vertrauen. Seitens der handelnden Personen, des Publikums und der Filmschaffenden. Aber vor allem auch Vertrauen in diese Untrennbarkeit von Leben und Kino.

Doris Bauer & Daniel Ebner
Festivalleitung