28.5.–
2.6.2020

Vienna Short Film Awards

Die Gewinner*innen der Vienna Shorts Film Awards können sich für die Oscars®, den Europäischen Filmpreis und/oder den Österreichischen Filmpreis qualifizieren.

Vienna Short Film Award

FIDO Fiction & Documentary
Internationaler Wettbewerb

Preisgeld

€ 4.000

Gestiftet von

Stadt Wien

Webseite

Film

Sun Dog

Dorian Jespers

Jurybegründung

Er geht an ein Filmerlebnis, dessen einzigartige Sprache und Erzählstil uns auf eine Reise schicken, wo Raum, Zeit und Figuren miteinander zu einem sonderbaren Traum verschmelzen, in dem alles möglich ist. Der Vienna Shorts Award für den besten Film geht an den einzigartigen, atemberaubenden Sun Dog von Dorian Jespers.

Herzliche Gratulation!

Special Mention

FIDO Fiction & Documentary
Internationaler Wettbewerb

Film

3 Logical Exits

Mahdi Fleifel

Jurybegründung

Er hält weiterhin Ausschau, filmt weiter, stellt weiterhin Fragen. Kino als Politik und Kommunikationsform prägen das Schaffen dieses Regisseurs. Er hält uns weiterhin intellektuell auf Trab, bringt uns weiterhin dazu, Fragen zu stellen. Die lobende Erwähnung geht an 3 Logical Exits von Mahdi Fleifel.

ASIFA Austria Award

AA Animation Avantgarde
Internationaler Wettbewerb

Preisgeld

€ 2.000

Gestiftet von

ASIFA Austria

Webseite

Film

Genius Loci

Adrien Merigeau

Jurybegründung

Dieser Film ist ein in allen Belangen herausragendes, komplexes Kunstwerk. Innen- und Außenwelten vermischen sich durch den großartigen Soundtrack, die wunderschöne Animation und den grafischen Stil und deuten auf eine perkussive (und nicht singuläre) Art der Wiedererkennung hin. Der ASIFA Austria Award für den besten Film in der Kategorie Animation Avantgarde geht an Genius Loci von Adrien Merigeau.

Herzliche Gratulation!

Special Mention

AA Animation Avantgarde
Internationaler Wettbewerb

Film

Serial Parallels

Max Hattler

Jurybegründung

Dieser Film reflektiert urbane Architektur eher physisch denn intellektuell. Die Megacity wird als pulsierender Apparat erfahren, die Anwesenheit von ansonsten unsichtbaren Menschen lediglich angedeutet. Auf direktem Wege werden Netzhaut und Gleichgewichtsorgan angesprochen. Die „Lobende Erwähnung“ der Jury der Animation Avantgarde geht an Serial Parallels von Max Hattler.

Austrian Short Film Award

ÖW Österreich Wettbewerb

Preisgeld

€ 3.000
+
€ 2.000 Postproduktionsgutschein

Gestiftet von

VdFS

Webseite

viennaFX & Blautöne

Webseite

Webseite

Film

Die beste Stadt ist keine Stadt The best city is no city at all

Christoph Schwarz

Jurybegründung

Ein Film über eine sich langsam fortbewegende Kirche aus 15.000 Bestandteilen und eine neu erbaute leere Stadt, in der Menschen nur die Form von Geistern oder Massen annehmen können. Das Einzigartige und das Besondere an der menschlichen Natur sind für immer in den Noten des Baustellensoundtracks verschwunden. An die Stelle von Schulkinderspielen sind leere unterirdische Garagen getreten, ebenso „Langsamverkehr“-Sicherheitszonen und Reminiszenzen an Urlaubsplätze entlang der Oberen Adria. Dieser dokumentarische Essay bietet eine wohldurchdachte Kritik des Spätkapitalismus und fängt ihn mit den Formen einer architektonischen Dystopie am Wiener Stadtrand ein, dort, wo der sogenannte Fortschritt die Vergangenheit und die Besonderheiten eines Ortes und seiner früheren Bewohner*innen ohne plausible Begründung ausblendet. Nichtsdestoweniger, „man vermisst die Dinge erst, wenn sie verschwunden sind.“ Der Austrian Short Film Award für den besten österreichischen Film geht an Die beste Stadt ist keine Stadt von Christoph Schwarz.

Special Mention

ÖW Österreich Wettbewerb

Film

How to Disappear

Total Refusal (Robin Klengel, Leonhard Müllner, Michael Stumpf)

Jurybegründung

Die lobende Erwähnung der Jury geht an den philosophisch dichten, politisch aufgeladenen Film How to Disappear von Total Refusal. In einer verstörenden Erkundung von Widerstandshandlungen nutzt der Film den Onlinerahmen des Spiels Battlefield V sowohl als Minenfeld wie auch als Spielplatz.

Austrian Music Video Award

MUVI Österreichischer Musikvideopreis

Preisgeld

€ 1.000

Gestiftet von

Film

Über Nacht – Oehl

Rupert Höller

Jurybegründung

Das Gewinnervideo stellte sich ein Jahr nach seiner Veröffentlichung als messerscharfe Prognose unseres Alltags heraus: Eine Frau in der Einöde geht in ihrem Haus und im Garten banalen Tätigkeiten nach. Was jedoch ihre Quarantäne von unserer unterscheidet, ist das riesige stilvolle Haus, das ihr ganz allein zur Verfügung steht. Durch die elegant-magische Entschleunigung und die entsexualisierte Darstellung der Protagonistin sticht den Film in diesem Wettbewerb heraus. Herzliche Gratulation an Rupert Höller und sein Musikvideo für Über Nacht – Oehl!

Jury Preise

Die Gewinner*innen der Vienna Shorts Film Awards können sich für die Oscars®, den Europäischen Filmpreis und/oder den Österreichischen Filmpreis qualifizieren.

Jury Prize – FIDO Fiction & Documentary

FIDO Fiction & Documentary
Internationaler Wettbewerb

Preisgeld

€ 1.050
& eine ein­mo­na­ti­ge Resi­den­cy in Wien

Gestiftet von

Q21 – MuseumsQuartier Wien

Webseite

Film

Apiyemiyekî?

Ana Vaz

Jurybegründung

Unser Jurypreis geht an einen Film, der durch seine poetische und politische Wucht besticht. Die Regisseurin verwendet darin Sprache als Instrument der Offenbarung und notwendiges Kommunikationsmittel, um Erinnerung wachzuhalten. Sie führt uns durch ein Terrain, das samt seiner Kolonialvergangenheit und seinem Erbe auch die momentane Situation Brasiliens eindringlich widerspiegelt. Der Jurypreis geht an Apiyemiyekî?, zu Deutsch Warum?, von Ana Vaz. Vielen Dank, Ana, für diesen schönen und wichtigen Film.

Jury Prize – AA Animation Avantgarde

AA Animation Avantgarde
Internationaler Wettbewerb

Preisgeld

€ 1.050
& eine ein­mo­na­ti­ge Resi­den­cy in Wien

Gestiftet von

Q21 – MuseumsQuartier Wien

Webseite

Film

白露 The Six

An Xu, Chen Xi

Jurybegründung

Dieser Film imitiert den meditativen Rhythmus der Mondphasen und lenkt dabei den Blick in einer Schleife durch Zeit und Raum. Was zunächst monoton anmutet, fasziniert, indem verschiedene Gefühle und Emotionen wunderschön und sinnlich evoziert werden. Der Jurypreis der Animation Avantgarde geht an The Six von An Xu und Chen Xi.

Jury Prize – ÖW Österreich Wettbewerb

ÖW Österreich Wettbewerb

Preisgeld

€ 2.000
+
€ 1.000 Postproduktionsgutschein

Gestiftet von

VAM

Webseite

viennFX & Blautöne

Webseite

Webseite

Film

Fische Fish Like Us

Raphaela Schmid

Jurybegründung

Ein in bunte Farben getauchtes Chinarestaurant dient als intime Bühne für das Treffen und gleichzeitige Trauerritual zweier erwachsener Geschwister, die versuchen, mit dem Tod ihrer Mutter fertigzuwerden. Eingebettet in eine Klangkulisse aus Stimmen und Gesprächsfetzen von den benachbarten Tischen, schaffen die starken schauspielerischen Leistungen und die präzise, detailverliebte Bildsprache eine intensive filmische Atmosphäre. Im Drehbuch der jungen Regisseurin halten sich der humorvolle Ton und die emotionale Dichte der kleinen Gesten und subtilen Dialoge gekonnt die Waage. Formal konsequent ist dieses Abschiedsritual auf Analogfilm gedreht und mit Farben, Schnitten und einer Ästhetik in Szene gesetzt, die an das Kino der 90er-Jahre erinnern. Die Hauptfiguren kämpfen mit dem Verlust eines Familienmitglieds und versuchen, dem Goldfisch ihrer Mutter ein neues Zuhause zu finden. Der Jurypreis für den besten Newcomer im Österreichwettbewerb geht an Raphaela Schmid für Fische.

Herzliche Gratulation!

Special Awards

Elfi Dass­anow­sky Award

BESTE REGISSEURIN

Preisgeld

€ 1.000

Gestiftet von

The Elfi Von Dassanowsky Foundation

Webseite

Film

Marée Tide

Manon Coubia

Jurybegründung

Monströse Schneepflüge in einem Skigebiet. Das beiläufige Töten eines Hirsches. Ein Schneesturm glüht im seltsamen Blau der Nacht. Der Pflug eines jungen Arbeiters bleibt liegen, aber jemand wartet auf ihn in den Trümmern der Nacht. Der Film Marée von Manon Coubia ist eine Allegorie auf die Beziehung des Menschen zur Natur. Die visuelle Schönheit des Films und seine eindringliche Erzählung erinnern an den Bergfilm der 1920er Jahre, an Kubricks „2001“ und „The Shining“, an Marlen Haushofers „Die Wand“ und sogar an die Natursagen des heidnischen Europas. Ist es ein Opfer, das den zyklischen Frühlingsbeginn herbeiführt? Ist es ein ewiger weiblicher Geist, der seinen Preis kennt? Der visionäre Film von Coubia ist eine zeitgemäße Meditation über eine empfindungsfähige Erde, die auf Wiedergeburt besteht, ungeachtet unserer Technologie und der menschlichen Kosten.

Youth Jury Award

BESTER ÖSTERREICHISCHER EXPERIMENTALFILM

Preisgeld

€ 1.000 Postproduktionsgutschein

Gestiftet von

ViennaFX & Blautöne

Webseite

Webseite

Film

THORAX

Siegfried A. Fruhauf

Jurybegründung

Der Preis für den besten Experimentalfilm geht an THORAX. Der abstrakte Film erzählt eine Geschichte. Einerseits von einem pochenden Herzen, andererseits lässt er jedem Zuschauer die Frei-Interpretation der Handlungsverläufe und der Form. Davon sind wir inspiriert und fasziniert. THORAX erinnert an Unendlichkeit und hat eine hypnotisierende Wirkung.
Weiters möchten wir die Experimentalfilme The City Bridges Open Again und 200118_T3 lobend erwähnen, ersteren wegen seiner außergewöhnlichen magischen Wirkung durch seine Technik und zweiteren wegen seiner starken optischen Effekte.

Audience Awards

Vienna Shorts Audience Award

MOST POPULAR FILM OF THE FESTIVAL

Preisgeld

Trophäe

Film

Fische Fish Like Us

Raphaela Schmid

Prix Très chic

POUR LE FILM LE PLUS EXTRAORDINAIRE

Preisgeld

Trophäe

Film

Mega Sexy Robot Dinosaur

Paul Allen

ORF.AT Audience Award

MOST POPULAR AUSTRIAN FILM (up to 10 min)

Preisgeld

€ 500

Gestiftet von

orf.at

Webseite

Film

Contouring

Veronika Schubert