Zurück zur Startseite
25.5.–
30.5.2022

Festivalpreise

FIDO Fiction & Documentary Internationaler Wettbewerb

Wiener Kurzfilmpreis

Bester Film

Qualifiziert für den Oscar® – Kurzdokumentarfilm

Preisgeld

€ 5.000

Gestiftet von

Stadt Wien

Webseite

Film

And Then They Burn the Sea

Jurybegründung

Berührend fand die Jury diesen sehr persönlichen Film, in dem der Filmemacher seinen Ängste Ausdruck verleiht, während er miterlebt, wie die Mutter allmählich ihr Gedächtnis verliert. Der Film schafft einen wunderschönen Spagat zwischen Familienarchiv und nachgestellten Träumen und verflicht so Lyrisches und Volksmärchen mit der Tradition mütterlicher Trauerrituale. Der Wiener Kurzfilmpreis 2022 geht an den jungen katarischen Filmemacher Majid Al-Remaihi für And Then They Burn the Sea.

Preis der Jury

Beste Bild- und Tongestaltung

Qualifiziert für den Oscar® – Kurzanimationsfilm

Preisgeld

€ 1.000

Film

Au revoir Jérôme! Goodbye Jerome!

Jurybegründung

Dieses kleine Juwel bestach durch seinen unwiderstehlichen Charme. Ein Mann sucht im Paradies – einer surreal-bunten Welt – verzweifelt nach seiner verschwundenen Ehefrau. Bei diesem nahtlosen, lebenslustigen, nur siebenminütigen Zugang der Filmemacher:innen zu Film und Kino fiel die Entscheidung für den diesjährigen Preis der Jury einstimmig aus. Die Gewinner:innen sind Chloé Farr, Gabrielle Selnet und Adam Sillard für Au revoir Jérôme!

Lobende Erwähnung

Künstlerische Errungenschaft

Film

How Do You Measure A Year?

Jurybegründung

Was zuerst wie ein Zusammenschnitt wackliger Privatvideos wirkt, entpuppt sich als die intime wie nachvollziehbare Dokumentation einer Vater-Tochter-Beziehung. Die Ehrlichkeit des Films brachte die Jury sowohl zum Lachen und Weinen – im Vorführraum sehr willkommene Gemütsregungen. Die wohlverdiente Lobende Erwähnung geht an How Do You Measure A Year? von Jay Rosenblatt.

AA Animation Avantgarde Internationaler Wettbewerb

ASIFA Austria Award

Bester Film

Preisgeld

€ 2.000

Gestiftet von

ASIFA Austria

Webseite

Film

Bird in the Peninsula

Jurybegründung

Für die meditative Reise voll unheimlicher Rituale und unterbrochener Fantasien, die das Publikum zu Voyeurist:innen macht, die eigentlich gar nicht da sein dürften, aber Zeug:innen der sagenhaften Folgen des mysteriösen Beziehungsgeflechts der Figuren werden, geht der ASIFA Austria Award an Bird in the Peninsula von Atsushi Wada.

Preis der Jury

Beste:r Newcomer:in

Preisgeld

€ 1.050 in Verbindung mit dem AiR-Stipendium

Gestiftet von

Q21 – MuseumsQuartier Wien

Webseite

Film

Doom Cruise

Jurybegründung

Für den farbenprächtig dargestellten schwarzer Humor, die absurden Rituale und das dumpfe Gefühl, das immer noch darauf hoffen lässt, dass wir das Ende gemeinsam verbringen werden, geht der Preis der Jury an Doom Cruise von Hannah Stragholz und Simon Steinhorst.

Lobende Erwähnung

Künstlerische Errungenschaft

Film

Impossible figures and other stories I

Jurybegründung

Für die durch sinnliches Artdesign erzeugte emotionale Wirkung geht die Lobende Erwähnung an Impossible figures and other stories I by Marta Pajek.

ÖW Österreich Wettbewerb

Österreichischer Kurzfilmpreis

Bester Film

Qualifiziert für den Österreichischen Filmpreis, Kandidat für Europäischer Filmpreis & Qualifiziert für Oscar® – Kurzspielfilm

Preisgeld

€ 4.000 + € 2.000 Postproduktionsgutschein

Gestiftet von

VdFS

Webseite

viennaFX

Webseite

Blautöne

Webseite

Film

Will My Parents Come to See Me

Jurybegründung

Vier Schauplätze, zwei Tage, ein zunehmend bedrückender Ablauf von Zeit. Was tritt uns so nahe? Die Monstrosität, der eigenen festgelegten Todesstunde entgegengehen zu müssen? Das ohrenbetäubende Schweigen aller Beteiligten in einem von Ritualen getakteten Vorgang? Wir wissen wenig und können nicht urteilen. Die statischen Einstellungen evozieren Fragen: Hat hier jemand die Gesellschaft durch seine Handlungen verlassen, oder wurde er vor langer Zeit von der Gesellschaft verlassen? Handelt diese Geschichte vom Wegschauen oder von stillem Protest? Eine beeindruckende Miniatur über ein von Gewalt gezeichnetes Land, die lang in Erinnerung bleibt. Der Österreichische Kurzfilmpreis für den besten österreichischen Film geht an Will my parents come to see me von Mo Harawe.

Preis der Jury

Beste:r Newcomer:in

Preisgeld

€ 2.000 + € 1.000 Postproduktionsgutschein

Gestiftet von

VAM

Webseite

viennaFX

Webseite

Blautöne

Webseite

Film

In The Upper Room

Jurybegründung

Ein Rutsch den Bau hinab führt uns an einen Ort der Fürsorge und innigen Begegnung zwischen Enkel und Großvater. Der unverkennbare Stil und die einprägsamen Stimmen ziehen uns in etwas zutiefst Menschliches hinein: in eine Welt der generationsübergreifenden Erfahrungen und Erkenntnisse. Das Coming-of-age eines Pubertierenden, inklusive wuchernder Körperbehaarung, steht im Kontrast zu Haarverlust und Kopfnuss, wenn die zwei Maulwurffiguren uns in Erinnerung rufen, dass der Kreislauf des Lebens eine Verpflichtung zu Liebe und Verlust darstellt. Für die Fähigkeit, die Balance zu finden zwischen Witz, Humor und tiefer Innenschau geht der Preis der Jury des Österreich Wettbewerbs an In The Upper Room von Alexander Gratzer.

Preis der Jugendjury

Bester Film

Preisgeld

€ 500 + € 1.000 Postproduktionsgutschein

Gestiftet von

AK Wien

Webseite

viennaFX

Webseite

Blautöne

Webseite

Film

Brise Breeze

Jurybegründung

Den Preis für den besten narrativen Film im Österreich Wettbewerb vergeben wir an Brise von Anna Lehner. Von allen Filmen, die wir gesichtet haben, hat dieser den besten Gesamteindruck auf uns gemacht. In Brise kommt Flora für ein Wochenende nach Hause zu ihrer Familie, aber sie wird am Anfang nicht einmal umarmt und muss gleich nach dem Ankommen ihrer Oma beim Schnitzelmachen helfen. In dieser Szene spielt ihre kleine Schwester Klavier, die Melodie und Stimmung hat uns sehr berührt. Und diese Emotion zwischen schön und fremd steht für uns über dem ganzen Film. Der Film erzählt in ruhigen, schönen Bildern und einem sehr klaren Bogen die Wandlung von Flora. Ihre Gefühlswelt wird zwar nicht richtig greifbar, aber emotional sehr mitfühlbar, das finden wir stark. Außer dem Klavierspiel der kleinen Schwester finden wir auch die Musikwahl für die Tanzszene am Bahnhof wirklich gut.

Lobende Erwähnung

Künstlerische Errungenschaft

Film

Hollywood

Jurybegründung

Mit dieser Lobenden Erwähnung wollen wir das Scheinwerferlicht auf eine wunderbare Schauspielerin richten, die wiederum eine kämpferische, aber leider erfolglose Schauspielerin zu verkörpern hat. Es ist eine Wonne zu sehen, wie dieser Film sich ganz auf seine Figuren verlässt und ihnen den Raum gibt, sich zu entfalten. Herzlichen Glückwunsch an das Regieduo Leni Gruber und Alex Reinberg sowie die Darstellerin Marlene Hauser für ihren Film Hollywood.

ORF.AT Publikumspreis

Beliebtester Film unter 12 min

Preisgeld

€ 500

Gestiftet von

ORF.AT

Webseite

Film

Invisible Hands

MUVI Österreichischer Musikvideopreis

Österreichischer Musikvideopreis

Bestes Musikvideo

Qualifiziert für den Österreichischen Filmpreis

Preisgeld

€ 1.500

Gestiftet von

Film

Make Me Cry – On Bells

Jurybegründung

Oft werden die Grenzen zwischen dem Intimen und dem Obszönen als eindeutig erachtet, doch dieses Musikvideo lässt bereits durch seinen mehrdeutigen Titel anderes vermuten. Wir beobachten intime Lustakte, die Komposition (von Bild und Musik) verleitet auf ihrem unkonventionellen Spielplatz zum Mitmachen.

Der Österreichische Musikvideopreis 2022 geht an … Make Me Cry für On Bells von Matthew Gerges.

Lobende Erwähnung

Künstlerische Errungenschaft

Film

Borders – NENDA

Jurybegründung

In diesem Musikvideo waren wir schwer davon beeindruckt, wie ein künstlerischer Wohlfühlmoment es schafft, uns auf die beste falsche Fährte zu locken. Mehrere Bedeutungsebenen vermischen sich zu einem stringenten Stil, zugleich politisch und brisant, und schrecken nicht davor zurück, Unrecht punktgenau beim Namen zu nennen – fesselnd, hinterfragend, die künstlerische Macht der Veränderung aufs Tapet bringend.

Unsere Lobende Erwähnung geht an Borders von Nenda Neururer.

Spezialpreise

Elfi Dassanowsky Preis

Beste Regisseurin des Festivals

Preisgeld

€ 1.000

Gestiftet von

Elfi Dassanowsky Foundation

Webseite

Film

朵丽 Lili Alone

Jurybegründung

Der weibliche Körper als Verhandlungsmasse, als Werkzeug in einem ausbeuterischen System, das Selbstbestimmung nur innerhalb einer kapitalistischen Verwertungslogik erlaubt. Was nach aktuellen politischen Debatten in den USA klingt, wird in diesem zarten Film über eine junge Frau, die ihre Heimat verlässt, um in der Stadt schnell zu Geld zu kommen, respektvoll und unaufdringlich porträtiert. Die exzellente Kamera macht uns zu Beobachter:innen und zwingt uns förmlich zu sehen, wovor die Augen sonst gerne verschlossen werden. Der Elfi Dassanowsky Preis für die Beste Regisseurin geht an das Debüt der chinesischen Filmemacherin Zou Jing, Lili Alone.

Social Responsibility Award

Herausragender Film im Zeichen sozialer Verantwortung

Preisgeld

€ 2.000

Gestiftet von

AK Wien

Webseite

Film

Invisible Hands

Jurybegründung

Für die Entscheidung der Jury war ausschlaggebend, dass der Film sich auf mehreren Ebenen mit dem Thema Arbeit auseinandersetzt. Einerseits stellt er Care- und Familienarbeit in den Vordergrund und zeigt auch mit kritischem Blick, wer wie selbstverständlich dafür zuständig ist: Nämlich Frauen; während die Männer sich meist im Off hinter der Kamera befinden – oder eben auch in der Erwerbsarbeit. Nach Liebe schauen diese den Frauen überbundenen Tätigkeiten oft aus; dabei ist es Arbeit, wie im Film nicht ohne beißende Ironie festgestellt wird. Darüber hinaus war für die Entscheidung relevant, dass der Film die gezeigten alten Amateuraufnahmen aus dem Freizeitleben der 1960er-Jahre gekonnt und gewitzt mit der Corona-Gegenwart und ihren Auswirkungen auf das Leben und die Arbeitswelt der Menschen verbindet. Der Social Responsibility Award geht an Invisible Hands von Lia Sudermann und Simon Nagy.