© All Inclusive (Corina Schwingruber Ilic)

VIS Wettbewerbe

Der Wettbewerb ist in vier Programmschienen aufgeteilt: Fiction & Documentary widmet sich den internationalen Kurzspiel- und Dokumentarfilmen und Animation Avantgarde den besten Animations- und Experimentalfilmen. Im Österreich Wettbewerb wird das nationale Kurzfilmschaffen unter die Lupe genommen, der Austrian Music Video Award löst den 2013 geschaffenen Musikvideo-Wettbewerb Screensessions ab und prämiert als nationaler Wettbewerb das beste österreichische Musikvideo. 

 

 

 

© New Land Broken Road (Kavich Neang)

Fiction & Documentary

Der internationale Wettbewerb Fiction & Documentary zeigt in sechs Programmen kluge und kraftvolle Filme, die sich – mit den Mitteln des Kinos – auf ungewöhnliche Weise mit der Welt auseinandersetzen. Aus den rund 3.000 Einreichungen für diese Programmschiene wurden letztlich jene 32 Kurzspiel- und Dokumentarfilme aus insgesamt 20 Ländern selektiert, die uns sowohl auf formaler als auch inhaltlicher Ebene am meisten herausgefordert und fasziniert haben. Alle ausgewählten Filme, darunter Arbeiten von neuen Talenten ebenso wie von bereits etablierten Filmschaffenden, feiern bei VIS ihre Österreich-Premiere, einige sogar ihre internationale oder Weltpremiere.

Bei der Hälfte der für den Wettbewerb ausgewählten Filme handelt es sich um europäische Produktionen, die restlichen Werke haben ihren Ursprung vor allem in Nord- und Südamerika und Asien. Neben der Ländervielfalt freuen wir uns auch über eine faire Geschlechterverteilung in der Auswahl: bei 50 % der Filme haben Frauen entweder Regie oder Co-Regie geführt. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Filmschaffenden, die ihre Filme eingereicht haben, und bei unserem Sichtungsteam, das uns über mehrere Monate unermüdlich und mit Begeisterung unterstützt hat.

Wir möchten dazu einladen, sich mit uns auf eine hochkarätige und cinephile Reise um die Welt zu begeben, einen Blick in die Vergangenheit und Zukunft zu werfen und sich teils emotionalen oder sozialen, teils genialen oder fatalen Geschichten hinzugeben. Wir freuen uns auf eine Festivalwoche mit den Gästen der sechs Wettbewerbsprogramme, auf ein neugieriges Publikum und interessante Gespräche. (mm)

Head of Selection

Doris Bauer (db) & Marija Milovanovic (mm)

Preselection & Selection

Doris Bauer, Marija Milovanovic, Daniel Ebner (de)

Preselection

Wouter Jansen, Mathieu Janssen, Christof Kurzmann, Diana Mereoiu

© Flora (Chaerin Im)

Animation Avantgarde

Wir haben Grund zu feiern: Die internationale Wettbewerbsschiene Animation Avantgarde findet dieses Jahr zum zehnten Mal statt! Unser Grundkonzept für die Programmierung, die auch vom Publikum immer gut angenommen wurde, ist dabei unverändert geblieben: Wir bemühen uns um eine größtmögliche inhaltliche und technologische Vielfalt und konzentrieren uns auf Filme, die abseits von eingefahrenen Klischees neue Wege suchen. Diese besondere Positionierung wird auch international wahrgenommen, wie wir nicht zuletzt an der hohen Zahl an hochklassigen Einreichungen sehen sowie an der Unterstützung von Festivals mit vergleichbarer Konzeption wie etwa dem jungen GLAS Animation Festival in Berkeley.

Heuer zeigen wir drei Programme ohne inhaltliche Schwerpunktsetzung, die jedoch ihre eigenen Tonalitäten und roten Fäden haben und sich thematisch sozusagen um „centerpieces“ gruppieren. Zu diesen zählen etwa der expressive Zeichentrickfilm III von Marta Pajek (PL), der eine grenzüberschreitende Begegnung eines Liebespaares darstellt, der ungewöhnliche Found-Footage-Film E-Ticket von Simon Liu (US), der eine farbstarke experimentelle Reise durch die Welt anbietet, oder der musikalisch montierte Performance-Film Hitting my Head on the World, die neueste Arbeit von Anna Vasof (AT). Insgesamt werden 35 Kurzfilme aus 19 Ländern gezeigt – von international renommierten KünstlerInnen wie Boris Labbé, Skirmanta Jakaité, Peter Millard, Paul Bush, Gina Kamentsky, Roberto Catani und Ross Hogg sowie einer Reihe von bemerkenswerten NewcomerInnen. (tr)

Preselection, Selection & Head of Selection

Thomas Renoldner (tr) & Wiktoria Pelzer (wp)

In Kooperation mit ASIFA Austria

© Durrës or die (Nina Kerschbaumer)

Österreich Wettbewerb

Bei der Zusammenstellung des Österreich Wettbewerbs fokussierte unser Team vorrangig auf künstlerische Leistungen und filmische Qualität – nicht zu verwechseln mit „Qualitätsfilmen“, die nur fürs Prestige ent­stehen. Die österreichische Szene produziert zwar wie jede andere Szene auch eine Reihe gut gemachter Hochglanzfilme, die vielleicht als Visitenkarte beim Erklimmen der Karriere­leiter dienen, unsere Präferenzen liegen jedoch ganz klar beim Unkonventionellen, Ungewöhnlichen, Riskanten, Wagemutigen. Umso glücklicher macht es uns, dass es daran nicht zu mangeln scheint.

In Österreich hat der Kurzfilm eine lange und ehrwürdige Tradition, bereits seit Jahrzehnten hat das Land zudem den Ruf, anspruchsvolle Experimente und das Gewagt-Originelle nicht nur zu tolerieren, sondern aktiv zu fördern und zu unterstützen (und so möge es für immer bleiben!). Das Pochen des Vorschlaghammers der Kühnheit hallt natürlich ganz laut in der schallend lebendigen Avantgarde­szene nach, aber sein Echo ist auch in fast allen anderen Facetten der Kinolandschaft hörbar, vom Spiel- über den Dokumentar- bis zum Animationsfilm und allem zwischendrin.

So unterschiedlich die 23 für diesen Wettbewerb ausgewählten Filme sein mögen, haben sie dennoch etwas von dieser Kraft gemein, irgendwo in ihrer DNA. Es ist nahezu unmöglich, aus Österreich zu sein oder dort für eine bestimmte Zeit zu arbeiten, ohne dass der eine oder andere Funke dieser Art sich seinen Weg in das künstlerische Produkt bahnt. Etwas liegt in der Luft: Etwas ist im Wasser: etwas auf der Leinwand. (ny)

Head of Selection

Neil Young (ny)

Preselection & Selection

Bojana Bregar, Daniel Ebner, Clara Schermer, Neil Young

Präsentiert von orf.at

© YUGO – Jugo Ürdens (David Tanzler, Sebastian Somloi)

Österreichischer Musikvideopreis

Der Österreichische Musikvideopreis – hervorgegangen aus den Screensessions, der Verbindung von Musikvideos und Live-Acts – geht heuer bereits in seine siebente Auflage. Glauben wir der mystischen Zahlenlehre, erreichen wir also nun die vollkommene Einheit von Körper und Seele. Ob dem wirklich so sein wird, können wir zwar nicht beantworten, doch wir zelebrieren jedenfalls ein weiteres Mal die Einheit von bewegtem Bild und Ton, Video und Musik. Viele Film- und Musikschaffende haben sich auch im letzten Jahr daran gemacht, die Bedeutung dieser beiden Ebenen zu erkunden, zu verbinden oder gekonnt gegeneinander auszuspielen.

Nach dem Tod des Musikfernsehens (R.I.P. MTV) und der immer unübersichtlicher werdenden Materialdichte auf YouTube freuen wir uns darauf, den dabei entstandenen Werken auch heuer wieder einen gebührenden Rahmen zu bieten: Lasst uns also unsere sieben Sachen packen und mit den besten sechzehn Musikvideos, die die österreichischen MusikerInnen und FilmemacherInnen im letzten Jahr zu bieten hatten, in das festliche Burg Kino ziehen, um am Donnerstagabend die Kunstform des Musikvideos und die vielen großartigen RegisseurInnen und KünstlerInnen, die uns damit bereichern und herausfordern, zu feiern! Der Österreichische Musikvideopreis wird am Sonntag im Rahmen der Preisverleihung von unserer fachkundigen Jury verliehen. Und wer von den audiovisuellen Kunstwerken gar nicht genug bekommen kann, sollte sich am späten Donnerstagabend auch auf keinen Fall das internationale Musikvideoprogramm Dancing Screen im Stadtkino im Künstlerhaus entgehen lassen. (ce)

Head of Selection

Christoph Etzlsdorfer (ce)

Preselection & Selection

Christoph Etzlsdorfer, Marco Celeghin, Samira Saad, Theresa Pointner

Präsentiert von the gap