VIS 2012 ging mit großen Rekorden und großen Preisträgern zu Ende

Eine höchst erfolgreiche Bilanz zieht VIS Vienna Independent Shorts nach der neunten Ausgabe, die gestern, Sonntag, im Wiener Gartenbaukino zu Ende gegangen ist: Mehr als 180 kurze Filme und vier lange Nächte sorgten für tolle Festivalstimmung, mehr als 50 internationale Filmschaffende und mehr als 250 Akkreditierte bedeuteten einen Rekord für Österreichs größtes Kurzfilmfestival. „Nach den Schwierigkeiten im vergangen Jahr ist es eine riesige Freude und macht uns stolz, das Festival so lebendig zu sehen“, resümierte Geschäftsführerin Barbara Schubert.

Am Wochenende wurden knapp 18.000 Euro an Preisgeldern ausgeschüttet, auch das eine Rekordsumme für VIS: Die Hauptpreise gingen an den jungen französisch-polnischen Filmemacher Jan Czarlewski für seine persönliche Doku „L’Ambassadeur et moi“ (The Ambassador & Me), die britische Animationskünstlerin Ruth Lingford für ihre animierte Doku „Little Deaths“ sowie die österreichische Regisseurin Gabriele Mathes für ihren Videoessay „Flaschenpost“.

Die Publikumspreise wanderten nach Belgien („Nuit Blanche“ von Samuel Tilman), Polen („Snepowina“ von Marta Pajek) und Oberösterreich („Tatin Ponos“ von Dinko Draganovic).

Inhaltlich haben sich vor allem die Sektion „Animation Avantgarde“, die zum dritten Mal in Zusammenarbeit mit ASIFA Austria veranstaltet wurde, die Spezialprogramme wie die „Night of the Light“ und Très Chic sowie die diesjährigen Fokus-Programme als Publikumsmagneten erwiesen: „Vor allem der Schwerpunkt ‚Pushing the Boundaries‘ hat alle Erwartungen übertroffen“, freute sich der künstlerische Leiter Daniel Ebner. Mit knapp 6.000 Besuchern konnten die Besucherzahlen trotz einer Verkürzung auf fünf Festivaltage (statt wie bisher sieben) annähernd gehalten werden – ein Zeichen für den wachsenden Zuspruch für das Festival.

Nicht miteinbezogen sind dabei die Besucherzahlen der begleitenden Retrospektive im Österreichischen Filmmuseum, die sich noch bis 15. Juni dem 50-jährigen Jubiläum des Oberhausener Manifests widmet. Das Symposium, veranstaltet vom Wiener Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, hatte Ende vergangener Woche zahlreiche internationale Vortragende nach Wien gebracht, deren Beiträge aufgezeichnet wurden und veröffentlicht werden sollen. Angesichts der zahlreichen engen Kooperationen mit Filmmuseum, Viennale, der Akademie des Österreichischen Films und weiteren Partnern ist Ebner um die Zukunft nicht bang: „Das Jubiläumsjahr 2013 kann kommen!“ Mit der Festivalausgabe im kommenden Jahr feiert VIS sein zehnjähriges Bestehen.

11.06.2012

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