6.6. - 10.6.2012

Norbert Pfaffenbichler

* 1967 in Steyr.

Norbert Pfaffenbichler studierte von 1994 bis 2001 an der Universität für angewandte Kunst in Wien, Meisterklasse Medien. Er arbeitet als Künstler und Kurator, mit zahlreichen Beteiligungen an Festivals und Ausstellungen. Er ist Gründungsmitglied von VIDOK und lanolin.

Offizielle Homepage: http://www.pfaffenbichlerschreiber.org/
IMDb: http://www.imdb.com/name/nm1114961/

 

FILME unter der Regie von NORBERT PFAFFENBICHLER

MOSAIK MÉCANIQUE

Österreich 2007, 10 min, Sprache: ohne Dialog
Das Publikum ist nun nicht nur mit der unmittelbaren Visualität konfrontiert, es ist hin- und hergerissen zwischen analytischem Schauen – rhythmische Muster oder motivische Spiegelungen werden plötzlich sichtbar – und dem Versuch, Handlung zu (re)konstruieren. Bild und Ton – von Bernhard Lang analog zu den Einstellungsloops komponiert – von MOSAIK MÉCANIQUE fordern eine ununterbrochene Aufmerksamkeitsleistung. Das Mosaik ist ein Kaleidoskop oder ein Kristall, der zeitliche und räumliche Ebenen ebenso kurzschließt wie unterschiedliche Medien und deren Historizität. (Claudia Slanar)

Präsentiert von VIS im Rahmen von:
VIS Vienna Independent Shorts 2009, Tribute to Norbert Pfaffenbichler / Lotte Schreiber

Weitere Vorführungen (Auswahl):
Edinburgh International Film Festival 2008
Toronto International Film Festival 2008
Melbourne International Film Festival 2008
Hamburg International Short Film Festival 2008
International Film Festival Rotterdam 2008
Tampere Short Film Festival 2008
Wiesbaden exground on screen 2008
Diagonale 2008
Crossing Europe Filmfestival Linz 2008

Auszeichnungen:
Special mention, Leeds International Film Festival 2008 

 

a1b2c3

Österreich 2006, 5 min, Sprache: ohne Dialog
Die Arbeit beruht auf der Idee ein Video mit einem Minimum an Parametern zu gestalten. Ein regelmäßiges weißes Raster auf blauem Grund strukturiert die Bildfläche. Dieses bewegt sich in vier unterschiedlichen Geschwindigkeiten orthogonal nach links, rechts, oben und unten. Sämtliche Parameter der audiovisuellen Komposition beruhen auf den Relationen des Bildschirmformats von Digitalvideo: 720 x 576. Diese Zahlen bzw. Vielfache oder Teiler derselben definieren Geschwindigkeit und Länge der Animation. Der von Bernhard Lang komponierte Soundtrack folgt derselben Logik: die Frequenzen eines synthetisch generierten Rechtecksounds wurden anhand der gegebenen Zahlenwerte moduliert. - Gemeinsam mit Lotte Schreiber

Präsentiert von VIS im Rahmen von:
VIS Vienna Independent Shorts 2007, Responsive Eye 
VIS Vienna Independent Shorts 2009, Tribute to Norbert Pfaffenbichler / Lotte Schreiber

Weitere Vorführungen:
Crossing Europe Filmfestival Linz 2007

 

piano phase

Österreich 2004, 18 min, Sprache: ohne Dialog
Diverse MedienkünstlerInnen wurden von der ars electronica eingeladen für die DVD-Kompilation images 4 music minimalistische Kompositionen der 1960er Jahre zu visualisieren. Das Video ist eine exakte Übersetzung der Komposition von Steve Reich in Bildfolgen. In piano phase spielen zwei Klaviere jeweils dasselbe musikalische Thema leicht zeitversetzt, wodurch sich gewollte Phasenverschiebungen ergeben. Analog zu diesem Kompositionsverfahren laufen auf zwei nebeneinander gesetzten Bildflächen Filmloops in dynamisch unterschiedlichen Geschwindigkeiten synchron zur Musik ab. Die Anzahl der Filmschleifen entspricht der Anzahl der im Musikstück verwendeten Töne, wobei die schwarzweißen Filmsequenzen mit monochromen, primärfarbenen Flächen durchsetzt sind. Als Ausgangsmaterial dienten in Rom auf Super-8-Film gedrehte Aufnahmen von Vogelschwärmen. Diese Aufnahmen der bizarren, sich selbst organisierende Flugformationen wurden in wenige Sekunden dauerende Fragmente zerteilt. In dieser dialektischen Studie werden Phänomene wie „Chaos und Ordnung“ und „Differenz und Wiederholung“ thematisiert. (Norbert Pfaffenbichler, Lotte Schreiber) - Gemeinsam mit Lotte Schreiber.

Präsentiert von VIS im Rahmen von:
VIS Vienna Independent Shorts 2009, Tribute to Norbert Pfaffenbichler / Lotte Schreiber

 

36

Österreich 2001, 2 min, Sprache: ohne Dialog
36 verweist sowohl auf ästhetische Traditionen der abstrakten Malerei als auch auf strukturelle Ansätze des frühen geometrischen Films (etwa eines Walther Ruttmann oder Hans Richter). Zugleich eröffnen sich Assoziationen an frühe Videospiele mit ihren reduzierten, nur den Hauptachsen folgenden Bewegungsmöglichkeiten. Beim Betrachten von 36 entwickelt sich eine unglaubliche Spannung und Konzentration, die nicht zuletzt in der Klarheit des Konzepts und der Reduktion der Mittel begründet liegt. (Gerald Weber) - Gemeinsam mit Lotte Schreiber.

Präsentiert von VIS im Rahmen von:
VIS Vienna Independent Shorts 2009, Tribute to Norbert Pfaffenbichler / Lotte Schreiber

Weitere Vorführungen (Auswahl):
Tampere Short Film Festival 2004
Buenos Aires Festival Int. de Cine Independiente 2004
Videofestival Bochum 2003
International Film Festival Rotterdam 2002
Videoex Zurich 2002
VIPER Festival Lucerne 2001
Helsinki Avanto Media Art Festival 2001
Diagonale 2001
backup Festival Weimar 2001

 

WEITERE FILME:

Notes on Film 02 (2006)
notes on MAZY (2003)
notes on film 01 else (2002)
traxdata (1998) - mit Jürgen Moritz
santora (1997) - mit Jürgen Moritz
Wirehead (1996) - mit Timo Novotny