
Benny Nemerofsky Ramsay
* 1973 in Montréal.
Benny Nemerofsky Ramsay ist ein in Montréal geborener Künstler, Tagebuchschreiber und aufstrebender Bonvivant. Seit 2000 arbeitet er mit Songs, Songtexten und selbstreflexiver Performance. Mit diesen Mitteln behandelt er die menschliche Singstimme, die Unübersetzbarkeit von Gefühlen in Sprache und die verschiedenen Arten, wie Gefühlsausdrücke durch Technologie und Populärkultur verformt werden. Nemerofsky Ramsays Videoarbeiten wurden auf Festivals und Galerien in Kanada, Europa und Ostasien aufgeführt und gewannen zahlreiche Preise u. a. beim Hamburg Short Film Festival, dem Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest, bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen, dem Avanca Festival, Toronto Inside Out Film and Video Festival sowie den ersten Preis bei der Globalica Media Arts Biennale in Polen. Seine Arbeiten sind Teil von zahlreichen privaten Sammlungen sowie der Sammlung der National Gallery of Canada. Derzeit teilt er sein Leben zwischen Kanada und Europa.
Persönliche Website: http://www.nemerofsky.ca/
IMDb: http://www.imdb.com/name/nm1425630/
Benny Nemerofsky Ramsay war auf Einladung von VIS Vienna Independent Shorts im Mai und Juni 2010 Artist-in-Residence im quartier21 im MuseumsQuartier Wien.
FILME unter der Regie von BENNY NEMEROFSKY RAMSAY
Sadame Gawa

2008, 4 min
Im Auftrag des Reel Asian Film Festivals hergestellt, begleitet dieses Kurzvideo die Karaoke-Version der Enka-Ballade Sadame Gawa aus 1975. Das Video hatte als Teil des Empty Orchestra Project des Festivals Premiere, das Videokünstler mit Mitgliedern des Karaoke-Klubs des Japanese Canadian Cultural Centre in Toronto zusammenführt.
The Same Problem

2008, 4 min
Jedes Mal, wenn er aufstand, war’s dasselbe Problem. Ein mehrdeutiges Call-and-Response-Stück, aufgeführt zwischen Aufnahmen stürmischer Meere und einer einsamen Figur, deren Klagegesang mit Oohs und Aahs aus der Popmusik bereichert wird. - Gemeinsam mit Aleesa Cohene.
Präsentiert von VIS im Rahmen von:
VIS Vienna Independent Shorts 2010, No Ordinary Love
OmU (Original mit Untertiteln)

2007, Video Design for Theatre
Das Video-Design verschiedener Bühnen-Elemente von OmU, einer Tanztheater-Produktion, die von Laurie Young aus Berlin choreographiert wurde. Das Design inkludierte Video für multiple Screens auf der Bühne. OmU erforscht die Unmöglichkeit der Übersetzung als brauchbarer Methode, um Sprachen und Körper zu verstehen. OmU wurde vom Uzès Danse Festival (Frankreich), Sasha Waltz and Guests koproduziert und hatte im Juni 2007 bei Radial System V Premiere.
Uropop

2006, 2 min
Die Pause, die erfrischt. Produziert als Teil der Hommage an Jean Genet, im Auftrag des Festival des Films Gais + Lesbiennes de Paris.
One to Sixty-Five

2005, 4 min
Kurzes Tanzvideo, das als Ergebnis choreographischer Recherche in Hinblick auf die Produktion von OmU, ein Tanzstück von Laurie Young, produziert wurde. Die Performer Lena Meierkord, William Wheeler und Laurie Young erprobten und remixten ikonische Gesten verschiedener Tanzstile des 20. Jahrhunderts zu einer virtuosen Tanzsequenz, aufgeführt am Parkplatz eines Einkaufszentrums in Berlin.
Patriotic

2005, 4 min
Die Sprache des Anti-Terrorismus nimmt in diesem verführerischen Propagandafilm einen unerwarteten Verlauf. Patriotic ist die erste Zusammenarbeit mit dem französischen Künstler Pascal Lièvre.
Präsentiert von VIS im Rahmen von:
KurzFilmZimmer März 2009
VIS Vienna Independent Shorts 2010, No Ordinary Love
Weitere Vorführungen (Auswahl):
Festival Némo, Paris, 2006 (Premiere)
Auszeichnungen:
2006 Video Prize, Festival Avanca, Portugal
Subtitled

2004, 2 min
I just can’t get you out of my head, boy your love is all I think about.
Together at Last

2004, 6 min
Wir sind nicht weit von Mutation entfernt, auch wird uns nie gestattet sein unseren Ursprung zu vergessen. Wie das Ei getrennt wird, so auch die Spezies. Together at Last stellt die brüchige Grenze dar zwischen dem, was ist, und dem, was sein kann. Im Auftrag des 640480 Collective. - Gemeinsam mit Cooper Battersby.
Tonight
2004, 3 min
Ein Ausschnitt aus Nemerofsky Ramsays zweistündiger Videoinstallation LYRIC in der er singend eine Geschichte erzählt, eine Geschichte aus Soundfetzen von über tausend Liebesliedern. Für immer und ewig beginnt heute Nacht!
Präsentiert von VIS im Rahmen von:
VIS Vienna Independent Shorts 2010, No Ordinary Love
Audition Tape

2003, 8 min
Männlicher Weißer, schwul, 1,80 groß, 70 kg, gute Singstimme, sucht verzweifelt nach einer Stelle als Tänzer bei der russischen Girl-Band TATU. Geschichte, Sexualität und Identität kollidieren in einem musikalischen Monolog der von Outtakes amerikanischer Castingshows inspiriert wurde.
Präsentiert von VIS im Rahmen von:
VIS Vienna Independent Shorts 2010, No Ordinary Love
Weitere Vorführungen (Auswahl):
Milwaukee LGBT Film and Video Festival 2003
Auszeichnungen:
Colin Campbell Memorial Award, Inside Out Festival 2003
FILMAUSSCHNITT ANSEHEN:
http://nemerofsky.ca/sites/benny.3scodesign.com/files/audition.mov
LYRIC

2004, 110 min, 5-DVD-Installation
LYRIC stellt die Performance einer gesungenen Narration ins Zentrum, die sich aus gesammelten Tonschnipseln aus eintausend Liebesliedern zusammensetzt. Vertraute Songtexte werden isoliert, gesampelt und zu einer Abfolge hybrider, thematisch basierter Songs arrangiert, dann in einer epischen Soloperformance als klassischer Liederzyklus gesungen. Der Schwerpunkt liegt auf von der Allgemeinheit gehörten Texten, auf Zeilen, die banale, hegemoniale Konzepte von Liebe und Beziehungen wiedergeben. „I will love you forever“ und „I would die without you“. Das Video besitzt eine musiktheoretische Ebene, gleichzeitig enthüllt es das Verständnis für menschliche Ausdauer, für eine Körperlichkeit, die die Erschöpfung aus dem Akt des Marathon-Singens, dem Akt des massenhaften Konsums von Popmusik und dem Akt des Liebens widerspiegelt. LYRIC ist auf eine geloopte Installation hin angelegt, die auf fünf Monitore aufgeteilt ist, wobei es die unkonventionelle narrative Struktur erlaubt, jederzeit in die Geschichte einzusteigen oder diese zu verlassen. LYRIC besitzt mit LIBRETTO einen Begleittext, ein Kunstbuch mit den kompletten Songtexten aus LYRIC.
FILMAUSSCHNITT ANSEHEN:
http://nemerofsky.ca/sites/benny.3scodesign.com/files/lyric.mov
I Am a Boyband

2002, 5 min
Eine geklonte Boyband schließt sich mit einem elisabethanischen Madrigalssänger zusammen, um ihren Schmerz über eine verlorene Liebe auszudrücken und gleichzeitig die Darstellung von Männlichkeit in der heutigen Popmusik zu durchleuchten.
Präsentiert von VIS im Rahmen von:
KurzFilmZimmer Juli 2009
VIS Vienna Independent Shorts 2010, No Ordinary Love
Weitere Vorführungen (Auswahl):
Images Festival of Independent Film and Video 2003
Toronto InsideOut Lesbian and Gay Film and Video Festival 2003
Worldwide Short Film Festival 2003
Hamburg Lesbian and Gay Film Festival 2003
MIX NYC: Lesbian and Gay Experimental Film and Video Festival 2003
Los Angeles Outfest Gay and Lesbian Film Festival 2004
Prague Short Film Festival 2005
Sydney Canadian Film Festival 2006
Auszeichnungen:
First Prize, WRO Media Arts Biennale 2003
Festival Prize, Kurzfilmtage Oberhausen 2003
FILMAUSSCHNITT ANSEHEN:http://nemerofsky.ca/sites/benny.3scodesign.com/files/boy.mov
Live to Tell

2002, 5 min
Die Allgegenwärtigkeit von Überwachungskameras als Zeugin für eine chorale Darbietung einer 80er-Jahre-Ballade Madonnas.
Präsentiert von VIS im Rahmen von:
VIS Vienna Independent Shorts 2010, No Ordinary Love
Weitere Vorführungen (Auswahl):
Avanto Helsinki Media Art Festival 2003
Worldwide Short Film Festival 2004
La Rochelle International Film Festival 2004
Rochester ImageOut Lesbian and Gay Film and Video Festival 2004
Auszeichnungen:
Experimental Prize, Hamburg Short Film Festival 2003
Kassel Videofestival Stipendium Prize 2003
FILMAUSSCHNITT ANSEHEN:
http://nemerofsky.ca/sites/benny.3scodesign.com/files/live.mov
Forever Young

2001, 5 min
Eine Informationsflut von simulatanen Übersetzungen, Satelliten-Wettberichten und defragmentierenden Computer-Bildschirmen. Forever Young ist einerseits Liebesgedicht, andererseits Wehklage zu unseren Zukunftsvisionen. Willst du wirklich ewig leben?
Je changerais d'avis

2000, 4 min
Wie sagt man „Ich liebe dich“ im Informationszeitalter? Ein verzweifeltes Liebeslied, gefiltert durch Simultanübersetzungen, Webcams und Wetterberichte.
Präsentiert von VIS im Rahmen von:
VIS Vienna Independent Shorts 2010, No Ordinary Love
Auszeichnungen:
Wand-5 Prize, Stuttgarter Filmwinter, 2002
FILMAUSSCHNITT ANSEHEN:http://nemerofsky.ca/sites/benny.3scodesign.com/files/je.mov
White

1998, 4 min
Ein jiddisches Gedicht verwendet die Farbe weiß, um die Erinnerungen an verlorene Kleider, verlorene Körper und eine verlorene Identität nachzuvollziehen.
