6.6. - 10.6.2012

Fiction and Documentary

INTERNATIONALER WETTBEWERB

Jede Geschichte hat die ihr angemessene Länge. Dass ein Kurzfilm vielfach auch zu lang sein kann, ist eine Tatsache. Dass im kurzen Fach trotzdem ein gewisser Trend hin zu längeren Erzählweisen vorliegt, ebenfalls. Für den internationalen Wettbewerb für Kurzspiel- und Kurzdokumentarfilme, kurz Fiction and Documentary, bedeutet das im Jahr 2011, dass trotz einer Verdoppelung der Einreichungen schlussendlich sogar weniger Filme ausgewählt wurden als im Jahr zuvor. 29 Kurzfilme aus 18 Ländern konkurrieren diesmal um den Wiener Kurzfilmpreis im Wert von 4.000 Euro, gestiftet von der Stadt Wien. Eingereicht waren allein für diese Kategorie knapp 2.000 Filme aus 90 Ländern.

Die internationale Jury ist anhand der fünf Programmblöcke nicht nur im Hinblick auf den Hauptpreis gefordert, sondern nominiert auch eine weibliche Regieperson für den zum zweiten Mal verliehenen und mit 500 Euro dotierten Elfi-von-Dassanowsky-Preis. Der Preis wurde von der gleichnamigen Foundation in Erinnerung an die legendäre österreichische Hollywood-Produzentin und Künstlerin in Leben gerufen. Über den Gewinnerfilm des mit 1.000 Euro dotierten Citroën-Publikumspreises entscheidet das Publikum, das sich ebenso wie die Jury davon überzeugen darf, dass die strenge Auswahl zwar nicht leicht gefallen ist, sich aber angesichts dieses eindrücklichen Panoptikums der Gegenwart gelohnt hat.

Jury: Ruth Jarman (UK), Danny Krausz (A), Thomas Neuhauser (D).

 

Fiction and Documentary 1

Freitag, 27.5.2011, 20:00, Metro Kino
Die Zungen tanzen, die Blumen locken, und die Emotionen werden notfalls mit Zwiebeln herausgepresst: Im ersten Wettbewerbsblock für Kurzspiel- und Dokumentarfilme dreht sich alles um zwischenmenschliche Irrungen und Wirrungen, um Gefühle und Sehnsüchte, um große Erwartungen und lange Wege. Sechs Filme aus Kanada, den USA, Deutschland, Frankreich, Finnland und der Schweiz, darunter die aktuellen Festivalgewinner von Sundance und Clermont-Ferrand, stellen die Frage: Oh, oh-oh-oh-oh-oh, wann kommst du?
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Fiction and Documentary 2

Samstag, 28.5.2011, 22:00, Metro Kino
Dieses Programm ist nichts für schwache Nerven: Genre-Feinspitze dürfen sich auf Auftragskiller, Psychospielchen und Horrorfantasien freuen, in Nebenrollen lassen sich Jack Nicholson, Jon Voight und Danny Trejo wie immer nicht aus der Ruhe bringen. Sechs Filme aus Belgien, Italien, Australien, Kanada, Polen und Frankreich sind im zweiten Wettbewerbsprogramm versammelt und lassen nach und nach das Blut in den Adern gefrieren – auch wenn vielleicht nicht immer alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
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Fiction and Documentary 3

Sonntag, 29.5.2011, 18:00, Metro Kino
Fragen von Verantwortung, Erziehung und Familienorganisation klingen im dritten Wettbewerbsprogramm für fiktionale und dokumentarische Stoffe an. Fünf Filme aus Kanada, Großbritannien, Sambia, Italien und der Schweiz beleuchten aus sehr unterschiedlichen Perspektiven die Konstruktion und Dekonstruktion freundschaftlicher Beziehungen, familiärer Bindungen und autoritärer Einflussnahme – vom dokumentarischen oder performativen Standpunkt bis hin zur surreal verzerrten Groteske. Who is the stranger here?
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Fiction and Documentary 4

Montag, 30.5.2011, 20:00, Metro Kino
Aufstehen, arbeiten, sich durchschlagen: Hier das Tagewerk in der Holzkohleanlage im hauseigenen Garten oder in der Großküche in Teheran, dort die Beeren pflückenden Tagelöhner im hohen Norden. Und wenn das Leben etwas seltsamer spielt, findet man sich plötzlich ganz alleine auf einem Containerfrachtschiff nach China wieder. Sechs Filme aus Finnland, Polen, Deutschland, Südafrika und Österreich beleuchten das alltägliche Abstrampeln und das tagtägliche Vagabundieren zwischen Licht und Schatten der (Arbeits-)welt.
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Fiction and Documentary 5

Dienstag, 31.5.2011, 22:00, Metro Kino
Es kommt wohl des Öfteren vor, dass Fragen, die an andere gestellt werden, eigentlich mehr an einen selbst gerichtet sind. Und mit einigen Antworten, die dabei herauskommen, muss man/frau erst einmal umgehen können. Im schwierigen Feld zwischen Freiheit, Selbstbestimmung und Identität korrespondieren die sechs Filme aus Deutschland, Belgien, Georgien, Israel, Iran und China im fünften Wettbewerbsprogramm – manchmal eindringlich und nachdenklich, dann wieder emotional oder auch spannungsgeladen und politisch.
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