6.6. - 10.6.2012

Dancing Images

FILM DANCE RHYTHM

Termin:Dienstag, 1.6.2010, 21:00
Ort:Reformierte Stadtkirche

 

Visuelle Musik, sei es in Form von Musikvideos oder VJing, ist aus dem heutigen Leben gar nicht mehr wegzudenken; vor 90 Jahren war der Ansatz einer Verschmelzung von Bild und Ton jedoch geradezu revolutionär. Die klassische Avantgarde um Walter Ruttmann, Viking Eggeling, Hans Richter oder Oskar Fischinger suchte um 1920 zahlreiche Ausdrucksformen einer synästhetischen, also beide Wahrnehmungsbereiche verbindenden Kunst. Und schuf einige unsterbliche, höchst sinnliche Werke, die als Ausgangspunkt dieses Programms dienen. „Dancing Images“ versteht die optisch-musikalische Poesie von damals in einer Linie mit der visuellen Musik von heute, verweist auf direkte und indirekte Bezüge in der jüngeren abstrakten Animationsgeschichte und verpackt die tanzenden (Vor-)Bilder von einst in eine filmhistorische Live-Performance der mehrfach ausgezeichneten und zurecht vielgepriesenen AV-Medienkünstler Max Hattler und Noriko Okaku.

Im einzigartigen klassizistischen Kirchenraum sind das Filmprogramm und die Live-Performance zu erleben, der romantische Innenhof daneben bietet Raum für Buffet und Gespräche. 

 

resc(O)re 192010

Performance (O) – DJ/VJ-Set
Max Hattler, Noriko Okaku

Max Hattler und Noriko Okaku nehmen sich den Pionieren des abstrakten Animationsfilms an, um sie im Live-Kontext mit einer neuen Tonebene zu versehen. Beim fließenden Übergang in die audio-visuelle Performance (O) wendet sich Hattler hauptsächlich der Musik und Okaku den Live-Visuals zu. Das Resultat ist die komplette Veschmelzung von Ton und Bild, von alter und neuer Avantgarde.

Max Hattler und Noriko Okaku leben als Animationsfilmemacher und Medienkünstler in London. Sie absolvierten das Royal College of Art und sind weltweit mit ihren Filmen sowie als VJs und mit audiovisuellen Performances im Einsatz. In Wien steuerten Hattler/Okaku zuletzt zum VIS-KurzFilmZimmer im Jänner spontan den YouTube-Live-Remix OH YES bei.

FILMPROGRAMM

78 Tours
Schweiz 1985, 4 min, Regie: Georges Schwizgebel

Clocks
Deutschland 1995, 7 min, Regie: Kirsten Winter

transistor
Österreich 2000, 6 min, Regie: Michaela Schwentner

Tuning Instruments
Polen 2000, 16 min, Regie: Jerzy Kucia

-2:20
Österreich 2003, 4 min, Regie: Billy Roisz