Österreich-Wettbewerb
Der österreichische Kurzfilm bildet seit Jahrzehnten eine fixe Größe in der internationalen Festival-Landschaft. Ausgeprägte Handschriften und eine darin begründete stilistische Vielfalt sind folglich auch in der heimischen Konkurrenz von VIS Vienna Independent Shorts 2010 zu finden. Es sind insgesamt 24 Beiträge, die in den drei Programmen des erstmals stattfindenden Wettbewerbs laufen (bisher als „Panorama“-Schiene außer Konkurrenz). Es ist hoch an der Zeit, dass VIS die gleichbleibend hohe Qualität des nationalen Filmschaffens mit einer eigenen Würdigung versieht. Durch die Zusammenarbeit mit der Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden (VDFS) ist dies nun möglich geworden: Die VDFS hat den Österreichischen Kurzfilmpreis gestiftet, den mit 2.000 Euro dotierten und von einer unabhängigen Jury vergebenen Hauptpreis.
Der ray-Publikumspreis des Filmmagazins ray schließlich besteht aus einem Postproduktionsgutschein der ZONE im Wert von 1.000 Euro. Dem Publikum und der Jury stehen sowohl fiktionale und dokumentarische als auch experimentelle und animierte Kurzfilme zur Wahl, die auf vier Stunden komprimiert kraftvolle Herzschläge der zeitgenössischen Filmkunst made in Austria über die Leinwand schicken.
Freitag, 28.5.2010, 18:00, Metro Kino
Wie ein ausfransender roter Faden zieht sich die Frage nach einer Ortsbestimmung durch das erste von drei Programmen des Österreich-Wettbewerbs. Wo befinden wir uns, wie kommen wir schnellstmöglich von hier fort, und wie können wir gemischte Emotionen, unterschiedliche Zustände und Situationen neu verorten? Im Konkreten kann es da um das Zusammenspiel von Kunst und Natur, aber auch um Sommergefühle und Begegnungen, um Abrissgebäude oder Peepshows gehen. Insgesamt acht dokumentarische, fiktionale und experimentelle Arbeiten geben einen bunten Einblick in die zeitgenössische österreichische Kurzfilmwelt.
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Montag, 31.5.2010, 18:00, Metro Kino
Das zweite Programm des Österreich-Wettbewerbs legt ein besonderes Augenmerk auf die Kunst der Inszenierung, auf eine manchmal detailliert verspielte, manchmal kühl strukturierte, dann wieder subtil beobachtete oder überschäumend ironisierende Mise-en-scène. Einige der neun Filme drehen sich dabei um das Thema Verlust, sei es der Verlust der Jugend, der Menschlichkeit oder des Lebens an sich. Andere verweisen auf die Kunst-, Film- und Fernsehgeschichte oder lassen das Publikum mit ihren Absichten vorübergehend ganz im Dunkeln. In dem extravaganten Programm finden sich raffinierte und überzeugende Variationen der Kunstform Kino.
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Dienstag, 1.6.2010, 22:00, Metro Kino
Ein teils bizarres, teils subversives und zumeist postmodernes Kinoerlebnis erwartet das Publikum beim dritten Programm des Österreich-Wettbewerbs – immer einen Schritt voraus und dennoch mit dem kommentierenden und interessierten Auge zurück in der filmischen Vergangenheit. Hier blicken die Nouvelle Vague und Buñuel durch, dort übernehmen Geräuschkulisse, Sound Footage oder Off-Stimmen eine kommentierende oder irritierende Funktion. Insgesamt acht animierte, dokumentarische, fiktionale oder experimentelle Kurzfilme fügen sich hier zu einem Programm zusammen, bei dem der Ton eindeutig die Musik macht.
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