6.6. - 10.6.2012

Internationaler Wettbewerb: Fiction and Documentary

33 herausragende Kurzfilme aus 16 Ländern in fünf Programmen: Das ist der Internationale Wettbewerb für Kurzspiel- und Kurzdokumentarfilme (Fiction and Documentary) bei VIS Vienna Independent Shorts 2010. Die dieses Jahr erfolgte Ausgliederung eines eigenen Wettbewerbs für Trick- und Experimentalfilme (Animation Avantgarde) gibt auch den kurzen fiktionalen und dokumentarischen Arbeiten mehr Luft zum Atmen. Bei aller tief empfundenen Affinität zu experimentellen filmischen Formen war es von Beginn an auch ein Charakteristikum von VIS Vienna Independent Shorts, das Narrative als künstlerische Ausdrucksform im Kurzfilm ernst zu nehmen und sowohl neue Stimmen als auch etablierte Filmschaffende hör- und sichtbar zu machen.

Auch 2010 zeigt das Festival, zu welch faszinierenden Ergebnissen das Engagement im kurzen Spiel- und Dokumentarfilmbereich führen kann. Der seit 2007 jährlich vergebene Wiener Kurzfilmpreis, der von einer internationalen Jury vergeben wird, geht an den Regisseur oder die Regisseurin des besten Films. Das im Vergleich zum Vorjahr verdoppelte Preisgeld von 4.000 Euro stiftet die Stadt Wien. Die internationale Jury nominiert indes auch einen Film für den erstmals verliehenen Elfi-von-Dassanowsky-Preis. Diese mit 500 Euro dotierte Auszeichnung für eine weibliche Regieperson wurde von der gleichnamigen Foundation in Erinnerung an die legendäre österreichische Hollywood-Produzentin und Künstlerin ins Leben gerufen. Über den dritten Gewinnerfilm in dieser Wettbewerbsschiene entscheidet das Publikum: Der LG Audience Award ist mit 1.000 Euro dotiert.

 

Freitag, 28.5.2010, 20:00, Metro Kino
Schlaglichter auf die Wirtschaftswelt wirft das sechs Filme umfassende erste Programm des internationalen Wettbewerbs im Bereich „Fiction and Documentary“. Hier werden Fabriken und Verladeterminals in neue ästhetische Zusammenhänge gerückt und einfache Angestellte zu Hauptdarstellern in Archiven und Ämtern. Die beeindruckenden Bilder (und Töne) – mittels Animation oder als Musical umgesetzt, in trostlose bis komische Atmosphäre eingebettet – schaffen andere Perspektiven auf Arbeitswelten und ökonomische Gefüge.
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Samstag, 29.5.2010, 18:00, Metro Kino
Von Überwachungsszenarien und gesellschaftskritischen Zukunftsperspektiven, von seltsamen Beobachtungen und lakonischen Lebensrückblicken erzählen die neun Kurzfilme in „Fiction and Documentary 2“. Ein Auge liegt stets auf der Art der Inszenierung und dem Erzählrhythmus, das andere darf sich auf unbekannte Stars und schräge Vögel freuen. Keiner der Filme verheimlicht dabei, dass er einen ganz bestimmten Blickwinkel zwischen Subversion und Dekonstruktion einnimmt. Unterhaltsamer Einfallsreichtum ist vorprogrammiert.
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Sonntag, 30.5.2010, 22:00, Metro Kino
Die fünf Kurzfilme in „Fiction and Documentary 3“ nähern sich jeder auf seine Weise dem Begriff der Familie und deren Beziehungsgeflechten. Eltern und Kinder prallen auf außer- und innerfamiliäre Strukturen, sind fordernd, wütend, misstrauisch, verzweifelt oder überströmend von Liebe. Die einfühlsamen Geschichten, das eine Mal realistisch erzählt, dann wieder phantasievoll oder künstlerisch überhöht, verschaffen uns intime Einblicke in kleine Konflikte ebenso wie in traumatische Erlebnisse – und öffnen uns die Augen für die Familie als komplexes Planetensystem.
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Montag, 31.5.2010, 22:00, Metro Kino
Beziehungen in all ihrer Vielfalt sind das Thema der sieben Kurzfilme in „Fiction and Documentary 4“: Minne vs. Material Girl, Fußball vs. Genetik, Tier vs. Mensch, Porno vs. das erste Mal, Emotion vs. Abgekühltheit. Liebesdinge werden hier ohne falsches Pathos inszeniert und Beziehungen ohne emotionale Formelhaftigkeit in Szene gesetzt. Ein leidenschaftliches und intensives, manchmal sogar ein bisschen magisches Kurzfilmkino, das unter die Haut geht und dann wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
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Dienstag, 1.6.2010, 20:00, Metro Kino
Zur Weltvermessung und –entdeckung laden die sechs Kurzfilme in „Fiction and Documentary 5“ ein. Wir folgen fasziniert einem Vietnamesen durch das Europa der 1960er Jahre, begleiten israelische Wachleute am Unabhängigkeitstag und tanzen mit Jugendlichen in Ohio, deren einziger Lichtblick eine Zirkusschule ist. Iran und Madagaskar stehen als Reiseziele ebenso auf der Liste wie Gran Canaria. Im Film-Pool plantscht Found Footage gemeinsam mit aufwendig produzierten Animationsfilmen – eine kleine, aber umso eindrücklichere Weltreise im Kinosessel.
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