6.6. - 10.6.2012

Internationaler Wettbewerb: Animation Avantgarde

Animation Avantgarde ist jener neue Teil des internationalen Wettbewerbs bei VIS Vienna Independent Shorts, der Animation, Experimentalfilm, digitale Medien und sämtliche nur denkbaren Mischformen dieser Bereiche zeitgenössischer audio-visueller Kunst vorstellt. Ein zentrales Anliegen der Selektion ist darauf gerichtet, aus der internationalen Produktion die innovativsten Arbeiten hervorzuheben. Ein zweites ebenso wichtiges Anliegen liegt darin, einen Anspruch auf Formenpluralismus einzulösen.

Der Begriff „Avantgarde“ steht hier nicht für nur eine klar definierbare Strömung, vielmehr geht es darum, das „Neuartige“, bestehende Strategien und bekannte Erfahrungen Erweiternde in den unterschiedlichsten Bereichen und Formen zu erkennen und zu präsentieren. Es spielt also keine Rolle, ob eine Arbeit gegenständlich oder abstrakt, humorvoll oder ernst, verspielt oder konstruiert, bunt oder karg, handgemacht oder elektronisch (usw.) ist, ausschlaggebend ist, ob das Werk in irgendeiner Hinsicht unseren Erfahrungshorizont wesentlich erweitern kann.

In Kooperation mit ASIFA Austria und dem Kurator Thomas Renoldner entstand Animation Avantgarde mit dem Anspruch, diesen Bereich des internationalen Kurzfilms einer größeren Bedeutung zuzuführen. Aus diesem Grund wird von einer internationalen Jury der mit 2.000 Euro dotierte ASIFA Austria Award vergeben. Zusätzlich wird ein Publikumspreis im Wert von 1.000 Euro vergeben. Und die Jury nominiert aus den drei Wettbewerbsprogrammen einen Film einer Regisseurin für den Elfi-von-Dassanowsky-Preis.

 

Freitag, 28.5.2010, 22:00, Metro Kino
Der erste Teil des insgesamt 13 Filme umfassenden Programms zeigt unterschiedlichste künstlich generierte Welten. Zwischen einer auf den Kopf gestellten Welt und einem eindeutig synthetischen Universum erleben wir verwischte Grenzen zwischen abstrakten, synthetischen und real (erscheinenden?) Räumen. Der zweite Teil des Programmes widmet sich unterschiedlichsten, oftmals grafisch reduzierten Symbolsprachen und bietet dabei eine ungeheure inhaltliche Vielfalt: Musikfilm, Sprachstudie, Beziehungsdrama, Kinopersiflage, unterhaltsame Parodie und vieles mehr.
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Samstag, 29.5.2010, 20:00, Metro Kino
Das Thema des menschlichen Körpers wird in einer facettenreichen und 14 Filme umfassenden Palette inhaltlicher, formaler und technischer Möglichkeiten behandelt und dargestellt. Die Wirklichkeit des Körperlichen zeigt sich von verschiedensten Seiten: einerseits in Form von Schmerz, Krankheit und Behinderung, andererseits in der Überwindung von Schmerz und in lustvoller Erfahrung. Andere Arbeiten gehen vom künstlerischen Abbild des Körpers aus und betreiben die Transformation, Destruktion und Reduktion desselben.
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Sonntag, 30.5.2010, 18:00, Metro Kino
Die Themen „Pop-Kultur“ und „Gesellschaft“ bilden die zwei Fokussierungspunkte des mit dem Oscar-Gewinner 2010 für den besten animierten Kurzfilm abschließenden Programms. Kino- und Fernsehkultur bilden für einen Teil der Filme Ausgangspunkt für atmosphärischen Rahmen, kritisch-unterhaltsame Analyse, derbe Übersteigerung oder anarchische Demontage. Die Realität von Krieg und Unterdrückung bildet den Gegenpol dazu, dazwischen und daneben finden sich Strategien der Collage und Neumontage von unterschiedlichsten Wirklichkeitsfragmenten. Die Verwandlung des realen Raumes in einen verdichteten Alptraum.
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