Kino in der Kirche: Rooftop Films New York
Termin: Mi 19.5.2009, Einlass, Buffet: 20:30, Filmbeginn: 21:00
Ort: Reformierte Stadtkirche [Info]
Tickets: EUR 7,- (Normalpreis), EUR 6,- (Studierende)
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Das New Yorker Underground-Filmfestival Rooftop Films präsentiert kurze Komödien, Dokus, Found-Footage-Filme und Animationen von und über Immigranten in den USA. Kuratiert wurde das Programm von Mark Elijah Rosenberg, der das Festival 1997 gründete und heute als künstlerischer Leiter fungiert. Über den gesamten Sommer verteilt, zeigt das Festival jährlich hunderte Kurzfilme auf 16 unterschiedlichen Flachdächern in New York City vor mehr als 25.000 Besuchern.
Zu sehen ist das Programm im klassizistischen Innenraum der Reformierten Stadtkirche bei der Hofburg. Dazu gibt es ein kleines amerikanisches Buffet im grünen Innenhof der Kirche.
Your Huddled Masses – Eure geknechteten Massen
Am Podest der Freiheitsstatue – in Sichtweite unserer Spielorte auf den Dächern von New York City – befindet sich eine Inschrift: "Gebt mir eure Müden, eure Armen, / Eure geknechteten Massen, die frei zu atmen begehren..." Die Vereinigten Staaten von Amerika sind eine Nation von Einwanderern, das Leben von Immigranten in den USA ist jedoch selten einfach. In diesem Programm sind die Einwanderer nach (und aus) Amerika einsam und geächtet – und sie verarbeiten dies virtuell und hungrig. Auf ihnen lastet sowohl der Druck sich anpassen zu müssen, als auch der Wunsch ihr kulturelles Erbe zu bewahren. Die Filme sind lustig und seltsam, real und erfunden, bewegend und inspirierend. Und sie sind so vielfältig wie Amerika selbst, behalten dabei aber stets – zutiefst amerikanisch – eine persönliche Sicht des Politischen. (Mark Elijah Rosenberg, Rooftop Films)
Weitere Infos zu Rooftop Films unter www.rooftopfilms.com
Are You Feeling Lonely?
USA 2003, 14 min
Regie, Drehbuch: Rosario García-Montero | Kamera: Christopher Bottoms | Schnitt: Veronica Trelles | Musik: Burd Early | Schauspiel: Jesica Chaos, Pashupathi Ganeshan
García-Montero, die in Peru aufwuchs, schuf eine grelle und großartige Charakterstudie eines isolierten, immigrierten Leichenbestatters. Gespenstische Schwadronieren und fehlgeleitete Freundschaftsversuche, angesiedelt irgendwo zwischen Andy Kaufman und Travis Bickle.
Moonraker
USA 2004, 3 min
Regie: Fran Krause
Ein schöner und mysteriös unterhaltender Kurzfilm über einen mit sich zufriedenen, aber einsamen Astronauten, der auf einem Spukmond gestrandet ist. Überraschend witzig und ergreifend wird eine Erkundung zum Thema und der Blick geschärft, wie die Menschheit mit ihren scheinbar harmlosen, unerschrockenen Erforschungen Einfluss auf das Universum nimmt. Und der Mond sieht zu.
A Son's Sacrifice
USA 2006, 26 min
Regie: Yoni Brook
Der 27-jährige Imran, einst Führungskraft in der Werbebranche, übernimmt ein gänzlich anderes Familiengeschäft – ein traditionelles muslimisches Schlachthaus in New York City. Doch die Forderungen seines Vaters und die Zweifel der Gemeinschaft werden ihm bald zu viel. Am heiligsten Tag des Jahres muss Imran ein Opfer bringen, das ihn als Moslem, als Amerikaner, als Sohn bestimmt.
PAUSE
A Valentine to Perfect Strangers
USA, 5 min
Regie: Ben Coonley
Otto, ein verwilderter Kater aus Brooklyn, schuf ein postmodernes Pasticcio für dich, Fremder, basierend auf der erfolgreichen amerikanischen Immigranten-Sitcom aus den 1980ern, Perfect Strangers.
The European Kid
USA 2006, 23 min
Regie: Ian Martin | Drehbuch: Erik Johnson, Ian Martin | Produktion: Ian Martin, Suzanne Todd | Kamera: Matt Egan | Schnitt: Kipp Norman | Musik: Cory Hills | Schauspiel: Joseph Lazicki, Joey M. Baren, John Cates, Katy Colloton, Ben Grinnell
Eines Nachts taucht das European Kid unerwartet auf und richtet bei allen Beziehungen im Haus verheerenden Schaden an. Eine Komödie über unsere Wahrnehmung von Außenseitern.
My Father’s Lunch
USA, 7 min
Regie: Tony Mendoza
Tonys Vater fasst mit einem Ritual in Amerika Fuß und beweist, dass man ein Anrecht auf Individualität und Amerikanisch-Sein anmelden kann, wenn man seit 25 Jahren jeden Tag das Gleiche tut. Große Momente der Videografie kommen zu Stande, wenn man sich auf den Weg macht ein Ritual aufzuzeichnen, dass sich über Jahrzehnte nicht verändert hat, nur um herauszufinden, dass man eine epochale Wende auf Band hat und nichts so bleiben wird, wie es einmal war. Und dann muss man zu McDonald’s gehen.
Paris, 1951
USA, 10 min
Regie: Jasmin Gordon
"Vierzig Jahre nach dem Tod meines Großvaters fand meine Mutter heraus, dass der Mann, der sie herangezogen hatte, nicht ihr Vater gewesen war. Dieser Kurzfilm ist eine Betrachtung des Prozesses der Reinterpretation persönlicher Geschichte und der Herausforderung, die Vergangenheit hervorzurufen, wenn alle Bilder und Gegenstände fehlen." - Jasmin Gordon

- Rooftop Films vor der Skyline von New York City
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Evangelischen Pfarrgemeinde H.B. Wien - Innere Stadt und VIS Vienna Independent Shorts und wird mit Unterstützung der U.S. Embassy Vienna durchgeführt.




