Siegerfilm 2013: "Impulse"

Night of the Light 2014

Die Night of the Light ist ein von Wien Energie initiierter Treatment- und Kurzfilmwettbewerb, der seit 2012 gemeinsam mit VIS Vienna Independent Shorts veranstaltet wird. Im ersten Schritt sind österreichische Filmschaffende dazu aufgerufen, ihre Konzepte zu einem dreiminütigen Kurzfilm einzureichen. Eine ExpertInnen-Jury wählt schließlich die fünf besten Konzepte aus, die mit jeweils 3.000 Euro Produktionsbudget – zur Verfügung gestellt von Wien Energie – belohnt werden. Bei der großen Night of the Light Gala am 26. Mai 2014 feiern die fertigen fünf Filme Premiere und werden die besten zwei prämiert.

Für den Wettbewerb 2014 wurden erstmals alle österreichischen (nicht ausschließlich Wiener) Filmschaffenden aufgerufen, ihre kreativsten Ideen rund um das Thema Hochspannung einzureichen. Wir freuen uns über viele, spannende Einreichungen und gratulieren den fünf FilmemacherInnen, deren Konzepte ausgewählt wurden:

Barbara Schärf ("Kurz davor")
Der Film zeigt in langen, prägnant komponierten Einstellungen Energie in ihrer natürlich vorkommenden Urform. Wind, Wasser und Wärme werden als gewaltiges Bilderlebnis inszeniert. Tonverfremdungen weisen auf die Zähmung der Naturgewalten hin und leiten das im Abspann eindeutig erkennbare 50 Hertz Summen ein.

Lena Weiss ("Gatos de luz")
In manchen Gebieten von Rio de Janeiro, Brasilien, holen sich bis zu 35% der Haushalte den Strom illegalerweise über "gatos de luz" ("Katzen des Lichts"). So nennt man die gefährlichen Verbindungen, die von den Bewohnern selbst von den Stromkabeln auf der Straße zu den Haushalten gelegt werden. Von der Bevölkerung werden die "gatos" als Kavaliersdelikt angesehen, während die Stromversorger Verluste in Milliardenhöhe machen. Der Konflikt wurde durch die Entwicklung und "Pazifizierung" der Favelas in den letzten 5 Jahren noch verstärkt. Aber es gibt auch kreative Versuche, eine vernünftige Lösung für beide Seiten zu finden. Ein solches Projekt möchte ich filmen und damit den aktuellen Wandel in Rio anhand der Energiefrage darstellen.

Michael Rittmannsberger ("Interference")
Eine Fernbeziehung. Sie in London, er in Wien. Ein Telefonat soll die Distanz überbrücken. Alles ist gut und glücklich, wie immer - bis sie plötzlich gesteht, ihn betrogen zu haben. Stille. Rauschen. Interferenzen. Funklöcher. Die Verbindung ist fragil. Die Beziehung hängt, mit einem Mal, an einem seidenen Faden. Dichte Wolken ziehen auf und spiegeln die Atmosphäre der Herzen. Der junge Mann steigert sich einen inneren Strudel von Erinnerungen, Liebe, Wut und Eifersucht. Er ist bereit sich zu entladen. Der Himmel auch. Bevor der junge Mann Schluss machen kann, schlägt ein massiver Blitz in einen Sendemasten ein. Stille.

Johannes Gierlinger und Jan Zischka ("Tariff")
Tariff ist ein aus analogem 16mm Found Footage montierter Experimentalfilm, der sich dem Thema Hochspannung etwas anders annähert und dafür eine formale wie inhaltliche Übersetzung zu finden sucht. Der Film nimmt eine Kussszene aus einem 16 mm Film zum Anlass, eine Behauptung darüber anzustellen, in welcher Weise ‚Spannung’ induzierbar ist, um die Protagonisten an eine Art Nullpunkt zurückzuführen und mit welchen Mitteln sich diese Spannung sichtbar machen lässt.

Nikolaus Meixner ("Leb wohl")
Die Handlung spielt in einem Mafia-Clan. Die Frau des Mafiabosses verliebt sich in einen der Auftragskiller. Der eifersüchtige Mafiaboss bekommt das spitz und lässt seine Frau von eben diesem Auftragskiller im See mit einbetonierten Füßen versenken. Hochspannend wird das Ganze, wenn der Auftragskiller mittels Elektrospannung aus der Steckdose vom Mafiaboss zum „Singen“ gebracht wird. Und er singt im wahrsten Sinne des Wortes: den Refrain des Schlagertrojaners „Leb wohl Cherie“ von Fuzzman.

Night of The Light 2013

Jurypreis: Impulse, Reinhold Bidner und Georg Hobmeier

Publikumspreis: Joghurt mit Wachs, Gabriel Tempea

Jurymitglieder: Wilbirg Brainin-Donnenberg (Geschäftsführerin des Drehbuch Forum Wien), Tiziana Arico (Journalistin/Filmkritikerin), Thomas Ballhausen (Filmwissenschaftler und Autor), Alexandra Radl (Marketingleiterin Wien Energie) und Margarete Tiesel (Schauspielerin)

Night of The Light 2012

Jurypreis: Einbruch der Nacht, Eva Chytilek

Publikumspreis: Ein Fest der Kabel und Stecker, Willi Kubica

Jurymitglieder: Manuel Rubey (österr. Schauspieler), Hilde Dalik (österr. Schauspielerin), Gerald Weber (sixpack films), Gerlinde Semper (stellvertretende Institutsleiterin der Filmakademie) und Robert Grüneis (Geschäftsführer Wien Energie)